Prisca Kakuska-Löffler begleitet Menschen mit einer Sanftheit und Klarheit, die in ihrer energetischen Arbeit tief spürbar ist. Ihr Zugang zur Humanenergetik entwickelte sich nicht durch ein einzelnes Schlüsselerlebnis, sondern durch viele kleine, prägende Etappen, die ihr Vertrauen in diesen Weg bestärkt haben.
Heute verbindet sie Intuition, Erfahrung und achtsame Begleitung zu einer Methode, die den Menschen in seiner Ganzheit erfasst und ihn wieder mit seiner inneren Kraft verbindet. In diesem Interview gibt sie persönliche Einblicke in ihre Haltung, ihre Arbeit und die Vision hinter ihrer eigenen Marke Camia®.
Interview mit Prisca Kakuska-Löffler

Was hat Sie ursprünglich dazu inspiriert, sich der Energiearbeit zu widmen – gab es ein Schlüsselerlebnis oder eine besondere Begegnung?
Das erste Kennenlernen der Energetik erlebte ich schon aus genereller Neugier in meinen frühen Zwanzigern mit zwar wunderbaren Seminaren, für die ich aber rückblickend noch nicht voll bereit war. So rückte die Beschäftigung damit wieder in den Hintergrund.
Während der Kleinkindzeit meiner ersten beiden Kinder schwebten in einer unrunden Phase lauter Fragezeichen über mir, die v.a. beruflichen Ursprungs waren, sich aber zuerst über körperliche Symptome zeigten. Nur welchen der vielen gut gemeinten Ratschläge befolgen, wo sich dann doch keiner als richtig anfühlt?
Daraus entstand die ursprüngliche Intention der Hinwendung zur Energetik mit Austesten und Erspüren der Prioritäten, was und welcher Bereich mir am besten zur Lösungsfindung hilft. Es gab kein einzelnes Schlüsselerlebnis, sondern eher viele kleine Etappen, in denen sich der Weg und die kleinen energetischen Unterstützungen als stimmig und hilfreich erwiesen.
Ein Initial-Erlebnis wäre vermutlich wieder verblasst, viele kleine wundervolle Situationen und Reaktionen haben geschafft, beständig und auf Dauer meine wiederkehrenden Selbstzweifel zu beruhigen und Stabilität in mein Energiesystem zu bringen. Dafür bin ich sehr dankbar, beruflich bin ich angekommen.
Welche Aspekte der Humanenergetik sind Ihnen besonders wichtig, und wie definieren Sie für sich den Begriff „Energiearbeit“?
Der Begriff „Energiearbeit“ ist sehr allgemein und umfasst sehr viele Bereiche. Im Prinzip wirken alle Methoden im feinstofflichen Bereich des menschlichen Energiesystems, auch Aura genannt, und sind mit dem realen Auge nicht sichtbar. Energetik muss ohne Druck, Drängen oder Überredung, d.h. ohne jegliche Manipulation auskommen.
Jeder Mensch bleibt für sich selbst verantwortlich und entscheidet demnach über sein System und den eigenen Körper.
Durch authentisches Begegnen auf Augenhöhe ist eine ehrliche Kommunikation mit den daraus folgenden Veränderungen möglich. Für mein Verständnis braucht es ein Miteinander, damit man den Lösungsansatz versteht, die Energie annehmen kann und sich auch danach im Alltag noch eine dauerhafte Wirkung zeigt.
Gab es ein besonderes Erlebnis oder Ereignis in Ihrer Arbeit, das Sie persönlich tief berührt oder nachhaltig geprägt hat?
Aus den vielen positiven Begegnungen und Erlebnissen im Bereich der Energetik fällt es schwer, genau eines besonders hervorzuheben. Natürlich soll der Fokus auf den positiven Rückmeldungen liegen, zum einen spontan während einem Klienten-Termin, zum anderen aber auch wenn diese erst nach Jahren zu mir zurückfinden.
Andererseits gehören zu besonderen Erlebnissen auch Missverständnisse oder Fehlinterpretationen, die – auch wenn gelöst und wieder geklärt – mich sehr zu eigenen Prozessen und Weiterentwicklungen geführt haben.
Die prägendsten Erlebnisse waren in den Jahren sicher genau die, denen man eigentlich aus dem Weg gehen möchte. Sie zeigten mir immer wieder auf, dass eine energetische Methode für mich, meine Empfindungen und durch Klienten-Reaktionen nicht vollkommen stimmig waren.
In den Jahren des Suchens der richtigen Bereiche für meinen eigenen Methodenkoffer formte sich immer mehr, dass ich meiner eigenen Führung und neuen Bildern folgen soll.
Dies führte nun schlussendlich dieses Jahr zur Anmeldung meiner eigenen Marke, der Camia®-Energiearbeit. Es ist eine Methode der sanften Berührung und Energiearbeit in der Aura und hat die Stärkung und Harmonisierung des Energiesystems sowie Aktivierung der Selbstheilungskräfte zum Ziel.
Prisca Kakuska-Löffler: Begleitung auf dem Weg zu innerer Klarheit und Selbstheilung

Ihre Arbeit zielt darauf ab, innere Ursachen zu erkennen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Wie begleiten Sie Ihre Klient*innen auf diesem Weg?
Ich bin davon überzeugt, dass wir uns nur in einem „Wohlfühlraum“ entspannen und ganz ehrlich zu sich selbst sein können, da wir den Verstand in gewisser Weise beim Lösen von Themen mitnehmen müssen. Dies gelingt in Form von inneren Bildern, weil die energetischen Zusammenhänge meist nicht direkt fassbar sind.
Ein Beispiel: Wir sind doch im Grunde alle auf der Suche nach dem Glück. Doch wie wir in Wien schon lange wissen – das Glück is´ a Vogerl! Das Glück ist flatterhaft, kommt und geht, wann es ihm beliebt, schnell und beweglich aber nie lange an einem Fleck.
Es lässt sich schwer beschreiben, ist schwer zu fassen und noch schwerer zu fangen. Und wenn ich es fange, verliert es die Lebensfreude, und das ganze Glücksgefühl ist dahin.
In meinem Bild darf der Fokus mehr in Richtung Nest gehen. Wenn ich bestrebt bin, ein schönes, ordentliches und beschütztes Nest aufzubauen, sende ich eine Einladung an´s Vogerl aus, sich jederzeit niederzulassen. Glück kommt dort, wo der Frohsinn wohnt.
In jedem Menschen steckt die eigene Körperweisheit mit einem Energiereservoir, zu der wir durch vielerlei äußere Umstände den Zugang verlieren können. Durch eine bessere Verbindung zu einem selbst und ein eventuelles Aufladen/Anstupsen, ist diese eigenen Kraftquelle wieder nutzbar, die Selbstheilungskräfte werden somit aktiviert.
Je länger ich Klienten begleiten darf, desto genauer kenne ich das jeweilige Energiesystem. Dies ermöglicht mir ein gutes Reagieren und Abschätzen auf Themen, die sich im Körper oder im äußeren Umfeld zeigen.
Ob allgemeines Energie-Tanken bzw. Aufladen durch sanfte Berührung (Handauflegen), ein Gespräch mit energetischem Testen, Bearbeiten von Themen mit Bereichen der Camia®- Methode, oder das Suchen nach kleinen Hilfen für den Alltag – gemeinsam finden wir den jeweils stimmigen Lösungsansatz, der wieder ein Stück des eigenen Weges weiterhilft und begleitet.
Sie arbeiten sowohl mit als auch ohne Körperkontakt – teils sogar über Distanz. Wie unterscheiden sich diese Ansätze in Wirkung und Ablauf?
Viele physikalisch erklärbare, aber nicht sichtbare Wellen und Schwingungen sind für die meisten Menschen in heutiger Zeit inzwischen selbstverständlich. Niemand stellt mehr in Frage, wie unser Telefon, das Radio oder das Internet über auch weite Entfernung funktioniert. Auch die Gedanken sind im nicht sichtbaren Feld, und doch haben sie eine starke Wirkung.
So sendet jeder Körper laufend Energie aus und nimmt diese auf, und allein Worten haftet eine bestimmte Schwingung an, somit ist ein Arbeiten über die Distanz prinzipiell möglich. Es sind auch Fernbehandlungen über Telefon oder mit Videotelefonie eine Option.
Aus meiner Erfahrung heraus lässt es sich nicht verallgemeinern, welche der Formen am wirkungsvollsten ist, da sich das Empfinden des Einzelnen sehr individuell gestaltet und es sich auch je nach Lebensumständen die bestmögliche Auswahl ergibt.
So durfte ich zum Beispiel über einige Jahre hinweg eine Dame mit Krebsdiagnose rein über die Ferne begleiten. Logistisch und auch körperlich war ihr ein direkter Termin zu viel, die auf ihren Wunsch hin wiederkehrenden energetischen Unterstützungen sind aber immer gut angekommen und wertschätzend aufgenommen worden.
Für mich stellt die Fernbehandlung eine wundervolle Ergänzung zu den Möglichkeiten des direkten Arbeitens dar.
Beim Handauflegen ist der Kontakt direkter am Körper, für viele ist hier auch die fließende Energie mehr über den Körper spürbar. Alles zu seiner Zeit.
Mit Kursen wie „Ich bin ich – gut so!“ oder „Du & Ich“ bieten Sie auch Gruppenarbeit an. Welche Erfahrungen machen Sie dabei im Vergleich zu Einzelsitzungen?
Der Kurs „Ich bin ich – gut so!“ entspringt einer Ausbildung mit einem Mental- und Emotionaltraining für Kinder. Die Zielgruppe sind primär Kinder im Volksschulalter, die in diesem Kurs die Gelegenheit bekommen, über Gefühle, Emotionen und andere außerschulische Bereich des Lebens zu lernen.
Ich möchte einen Wohlfühlraum schaffen, in dem es z.B. um Wünsche, die Sinne, Farben, die Fantasie, das Atmen, Glück, Koordination und die Stimme sowie das soziale Miteinander geht.
Aus diesem Programm für eine Gruppe entstand die Variante einer Wohlfühlstunde für Kinder und Jugendliche. Ich nenne sie „Du & Ich“, um junge Persönlichkeiten in einer schwierigen Phase begleiten zu können.
Das Alter spielt für diese Einzelstunde keine große Rolle. Meine Intention ist ähnlich der Energetik auf Stärkung und Stabilisierung ausgerichtet, die Sprache, Aufbereitung und der Inhalt der Stunde aber gewiss eine andere.
Meiner Erfahrung nach bringt es viel Entspannung ins Energiesystem, auch das Wording „Therapie“ braucht hier nicht verwendet werden. Die Einzelstunde lässt sich demnach individueller gestalten.
Ich empfinde jegliche Arbeit mit Kindern als sehr bereichernd, das Feedback kommt sofort und ist authentisch. Für mich sind Kinder unser wertvollster Schatz!
Über Prisca Kakuska-Löffler:
Nach beruflichen Ausbildungen des Kunstgewerbes/Textildesign und dem Instrument Blockflöte führte es mich vorerst zur Textilrestaurierung, als dreifache Mutter dann nach einigen Windungen schließlich zur Energetik.
Über die eigene Beschäftigung zum Beruf – das zeigte sich auch in meinen Nebentätigkeiten. Seit dem Studium lehre ich Blockflöte an der VHS Wien mit Standort Hernals, und seit etlichen Jahren Irish Dance im Tanzstudio DoDo Dance. Zusätzlich stehe ich momentan am Ende der Ausbildung zur BowTech®-Therapeutin, um auch auf körperlicher Ebene ein Werkzeug bei Hand zu haben.
Und in der restlichen Zeit bin ich neben der Familie als begeisterte Tango Argentino-Tänzerin unterwegs – gleich dem Motto: Das Leben ist bunt wie eine Blumenwiese!


