Gesundheit beginnt nicht erst beim Arzt – sondern am Teller, im Lebensstil und im Bewusstsein für den eigenen Körper. Mag. Dagmar Khom, Therapeutin mit Spezialisierung auf Holopathie und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise: Vom Nutella-Brot zur TCM-Diätetik, vom sicheren Job in der Wirtschaft zur Berufung in der Energiemedizin. Sie erzählt, wie persönliche Erfahrungen ihren Weg prägten, wie sie heute arbeitet – und warum Essen für sie bis heute gleichbedeutend mit Glück ist.
Im folgenden Interview gibt sie Einblicke in ihre Praxis und erklärt, wie moderne und traditionelle Methoden in ihrer Arbeit zusammenwirken.
Mag. Dagmar Khom im Interview

Was bedeutet Gesundheit für Sie persönlich – und wie hat dieser Zugang Ihre Arbeit mit Holopathie, TCM und Ernährung geprägt?
Mit Essen kann man mich glücklich machen! Das war schon als Kind so. Essen bedeutete für mich Wohlfühlen, Ritual, Genuss und Beisammen-Sein.
Zwar waren es in meiner Kindheit/Jugend und im jungen Erwachsenenalter noch Nutella, Semmeln, Iglo-TK-Gerichte, eiskalte Schulmilch, Schweinefleisch und deftige Zubereitungsmethoden.
Erst als ich mit 30 Jahren aufs Land nach Salzburg gezogen bin, wurde mir nach und nach bewusst, woher meine Lebensmittel stammen…. Und wie sehr sich frisch gekochte Nahrung und artgerecht gehaltene Tiere von augenlosen TK-Fischstäbchen und Billigware im Supermarkt unterscheiden.
Ich war nie krank, hatte keine Allergien oder Hautthemen, keine Regelbeschwerden – und trotzdem hatte ich 4 Fehlgeburten. Alle Untersuchungen hatten damals nichts ergeben.
Und so kam ich 1999 zu einer bekannten Holopathin in Salzburg. Meine Therapie erstreckte sich über 1 ½ Jahre und letztendlich haben mein Mann und ich das Quint-Gerät erworben.
Mein Leben änderte sich von Grund auf: Aus einem gut dotierten, sicheren Job in der Wirtschaft stieg ich 2001 – mit 36 Jahren – aus und machte mich mit der Holopathie selbständig.
Anfangs studierte ich noch ein paar Semester Schulmedizin. Doch nach Beendigung des Diplomstudiums für TCM Diätetik war die Leidenschaft für die Erfahrungsmedizin der Traditionellen Chinesischen Medizin geboren – und hält bis heute ungebrochen an.
Ich kombiniere seit 2002 mein Wissen aus der TCM mit Austestungen und Anwendungen mittels der Holopathie.
Können Sie uns erklären, was Holopathie genau bedeutet?
Die Holopathie ist eine Form der Energie- oder Informations-Medizin. Sie wird zur Lösung energetischer Blockaden und zur Anregung der Selbstheilungskräfte eingesetzt.
Holopathie ist eine Kombination aus Elektroakupunktur nach Voll, Homöopathie und Bioresonanz.
Chronische Stresssituationen – verursacht durch Schadstoffe, Umweltbelastungen, negative Emotionen, Entzündungen usw. – nehmen immer mehr zu und belasten unser körpereigenes elektromagnetisches Schwingungsfeld.
Mit der QuintStation, werden mittels Austestungen die Reaktionen des Energiesystems der zu behandelnden Personen auf bestimmte Substanzen erfasst. Mehrere tausend Substanzen – wie Homöopathika, Spurenelemente, Vitamine, Heilpflanzen, Blütenessenzen und Medikamente – sind mit ihren Frequenzen in der QuintStation gespeichert.
Die energetische Analyse (Austestung) und Therapie der Holopathie verfolgt das Ziel, die Belastungen auszuleiten, die damit verbundenen Blockaden aufzuspüren und energetisch auszugleichen – man könnte es somit als „digitale Homöopathie bezeichnen.
Wann setzen Sie Holopathie, wann Homöopathie in Ihrer Arbeit ein – und wie entscheiden Sie, welches Verfahren für Ihre Klient:innen passend ist?
Ich arbeite mit der Holopathie und bin keine Homöopathin.
Homöopathische Produkte gelten in der Europäischen Union in Apotheken als Arzneimittel. Die Homöopathie und die Verordnung von Homöopathika darf daher nur von Ärzten oder Ärztinnen ausgeübt werden.
Mag. Dagmar Khom: Wie Kälte den Körper aus dem Gleichgewicht bringt

Wie integrieren Sie die Prinzipien der TCM-Ernährung – etwa Thermik und Fünf-Elemente-Lehre – in Ihre Beratungspraxis?
Die TCM ist eine „Erfahrungs-Medizin“ über Jahrtausende.
Regionalität, Jahreszeiten und Klima werden im jeweiligen Land, in dem man lebt, bei der Ernährung berücksichtigt.
Kälte und Hitze – wichtige thermische Begriffe in der TCM – versuche ich logisch mit physikalischen Prozessen zu erklären: „Was macht KÄLTE mit Flüssigkeiten?“
KÄLTE verlangsamt den Fluss, führt zum Stocken, Verklumpen ….
Dies passiert bei kalter und „kaltmachender“ = thermisch kalter Nahrung VOR ALLEM in der KALTEN Jahreszeit auch in unserem System, welches zu 2/3 aus Körperflüssigkeiten besteht.
Analog zur westlichen Krankheitsterminologie führt dies u.a. zu Unterfunktionen (Schilddrüse, Stoffwechsel, Obstipation….), „verdicktem“ Blut, Knotenbildung, Zysten, Ablagerungen in den Gefäßen usw. …
Wie kombinieren Sie TCM-Ernährung mit modernen Ernährungsformen wie veganer oder LowCarb-Ernährung?
Im Laufe meiner mittlerweile 23 Jahre Erfahrung als TCM Ernährungsberaterin sind mir in meinen Weiterbildungen viele Formen und Modeerscheinungen der Ernährung untergekommen.
Doch „Was den einen nährt, macht den anderen krank“. Durch die StoffwechselTyp-Lehre (Karin Stalzer, 2007) wurde mir bewusst, dass es die eine, richtige, auf alle anwendbare Diätetik nicht gibt. Ich versuche meine Klienten daher von sog. Hypes wie Low Carb, intermittierendes Fasten, Keto usw… zu einer dem Stoffwechseltyp gerechten Ernährung anzuleiten.
Ein Beispiel: Einen – wenn man bei den modernen Begriffen bleiben will – sogenannten „Paleo-Typ“ würde man mit einer Beratung mit ausschließlicher Kenntnis der TCM und keinem kombiniertem Wissen über Metabolic Typing „krank“ machen. Denn der „Steinzeit-Typ“ verträgt Getreide(-Breis) und Milchprodukte nicht gut – dafür kann er sehr gut tierische Produkte wie Fisch, Eier, usw. verstoffwechseln. Eine rein vegane Ernährung wäre für den Paleo-Typ ebenfalls nicht passend.
Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Methoden – ob Holopathie, Homöopathie oder TCM-Ernährung?
Das ist eine schwierige Frage, denn mein Erfolg hängt u.a. auch daran, wie „wert“ es sich ein Mensch ist, sich zu nähren. Ich bin keine Psychotherapeutin.
Ich würde es gerne so wie die „alten Chinesen“ halten und nur entlohnt werden, wenn der Mensch „gesund“ ist, nicht wenn er bereits Beschwerden hat. Daher messe ich meinen Erfolg daran, wie motiviert, zielstrebig, freudig und konsequent meine KlientInnen eine Umstellung ihrer Ernährung machen.
Ich begleite meine KlientInnen oft über sehr lange Zeit mit der Holopathie, und in den Sitzungen wird immer wieder auch über Lebensmittel und Zubereitungen geredet. Besonders freut es mich, wenn ich tolle Bilder über selbstgekochte Gerichte gepostet bekomme.
An der höheren Vitalität, Verbesserung der Zungen- und Puls-Analyse und des Blutbildes, aber auch am langjährigen Vertrauen meiner KlientInnen in meine Arbeit messe ich meinen Erfolg.
Den Menschen, die zu mir kommen, möchte ich ein Vorbild in meiner Lebensführung sein. Jedoch „sündige“ ich schon mal ohne Reue mit Chips, Pizza oder dem einen oder anderen Gläschen Wein. Das verheimliche ich auch nicht. So versuche ich meinen KlientInnen das schlechte Gewissen zu nehmen und den Druck bei einer Umstellung nehmen.
Nahrung, Essen und Kochen darf auch LUST & GENUSS sein!


