Elisabeth Koller weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn Körper und Energie auf der Strecke bleiben. Heute unterstützt sie als Ernährungs- und Business-Lifestyle-Mentorin vor allem Frauen dabei, genau das zu verhindern – mit alltagstauglichen Routinen, ehrlicher Selbstfürsorge und einem klaren Blick auf das Wesentliche. Ihre Arbeit verbindet Ernährung, Körperwahrnehmung und Stressregulation auf eine unkomplizierte, aber tiefgehende Weise.
Im Interview spricht sie über ihren Weg, kleine Schritte mit großer Wirkung – und warum gute Ernährung oft mit einem guten Gespräch beginnt.
Interview mit Elisabeth Koller

Was war Ihr persönlicher Impuls oder eine prägende Erfahrung, die Sie dazu motiviert hat, sich als Ernährungs- und Business-Lifestyle-Mentorin selbstständig zu machen?
Ich habe selbst erlebt, wie es ist, wenn der Körper streikt. Vier Bandscheibenvorfälle, chronische Erschöpfung und das Gefühl, dass der Alltag schneller läuft als ich. Ich war damals in einem klassischen Job, Kinder, Haushalt, Care-Arbeit. Alles andere habe ich als Prio1 gesetzt. Nur nicht mich selbst. Erst als ich begonnen habe, meinem Körper zuzuhören, habe ich verstanden: Gesundheit ist kein nice to have. Sie ist die Basis.
Mein Weg zurück in die Energie hat mich durch viele Ausbildungen geführt – von ganzheitlicher Ernährung über Cranio Sacral bis hin zu TCM. Und irgendwann war klar:. Ich will andere dabei unterstützen, diese „Energiearbeit im Alltag“ zu leben.
Wie setzen Sie Ihre VIP-Micro-Morphose-Methode im Alltag konkret um – und welche Erfolge sehen Sie?
Wir wollen im Leben oft ganz schnell die großen Erfolge sehen und übersehen dabei, dass die kleinen Schritte uns genau so gut und sicher ans Ziel bringen. Radikale Umbrüche zu setzen bringt uns nicht weiter, sondern smarte und alltagstaugliche Impulse zeigen nachhaltig Wirkung:
– Mahlzeiten vorkochen, um gesund zu essen und dennoch nicht jeden Tag in der Küche stehen zu müssen. Statt Tiefkühlpizza von der Tankstelle.
– Zeitpuffer zum Durchatmen zwischen zwei Zoom-Calls
– echte Pausen statt Handyscrollen während des Essens
Ich beobachte, dass viele meiner Klientinnen oft gar nicht „mehr“ brauchen, sondern etwas anderes. Etwas, das zu ihnen und ihrem Alltag passt. Wenn jemand im Job täglich zehn Entscheidungen gleichtzeitig zu treffen hat, dann ist es Gold wert, wenn das Frühstück schon sättigend ist und einen guten Start in den Tag bringt. Oder wenn diese Person weiß: „Wenn ich grantig bin, fehlt mir Eiweiß nicht Disziplin und Kalorienzählen.“
Die größten Erfolge sehe ich immer dann, wenn sich die Menschen wieder mit sich selbst verbinden.
In die Natur gehen, nährstoffreich essen und sich Mittagspausen nehmen, anstatt sie mit Kaffee und Keksen zu überspülen.
Der Energiecheck mit Fragebogen und Begleitung via E-Mail/Telegram legt den Fokus auf Darmgesundheit, Stressmanagement und Ernährungsstatus – wie entscheiden Sie, welche Tools und Impulse für jede Person individuell passen?
Ich arbeite mit einem praxiserprobten Fragebogen, der nicht nur den Stoffwechseltyp abbildet, sondern auch Energielevel, Pausenverhalten, Essverhalten unter Druck und Verdauung mit einbezieht. Das gibt mir ein ziemlich klares Bild, wo wir im Businesstraining ansetzen können.
Ich stelle mir immer drei Fragen:
- Was fehlt wirklich: Entspannung, Ernährungswissen, Zeitmanagment?
- Was kann in dieser Lebensrealität jetzt funktionieren. Nicht im Idealfall, sondern zwischen Kalender und täglichen To-Dos?
- Und: Wo liegt der größte Hebel für mehr Energie mit dem geringsten Aufwand?
Je nach Typ bekommt die Kund:in dann nicht nur Wissensinputs, sondern auch ein Bild: Wie sieht mein persönliches Energie-Buffet aus und was bringt mich aus dem Gleichgewicht? Das macht es greifbar.
Elisabeth Koller: Wenn Kochen zur Selbstfürsorge wird

Sie bieten Formate wie „Easy Meal Prep Workshop“ und „Easy Green Cooking“ für Unternehmerinnen an – Was macht Ihre Koch-Workshops für Unternehmerinnen im Arbeitsalltag besonders wertvoll?
Meal Prep ist wie Businessplanung nur mit Gemüse. Wer gut vorbereitet ist, hat im Alltag mehr Freiheit. Kochen & gesunde Ernährung ist Selbstfürsorge. Und genau das erlebe ich in den Workshops: Es geht nicht um fancy Kochen, sondern um funktionales Essen, das schmeckt, satt macht und Zeit spart.
Die Menschen schätzen besonders, dass wir live gemeinsam schnipseln, lachen, verkosten und gleichzeitig über Themen sprechen die sie auch sonst in ihrem Arbeitsalltag betreffen. Die besten Gespräche und Geschäftsabschlüsse finden in der Küche und beim Essen statt. Ganz egal ob offline oder online. Teambuilding ist immer möglich.
Am Ende gehen sie nicht nur mit Rezepten und Wissen, sondern mit schönen Erlebnissen und guten Gesprächen nach Hause. Und oft auch mit einem guten Gewissen, weil klar wird: Ich kann gut für mich sorgen, auch wenn’s stressig ist.
Sie sind zusätzlich Cranio-Sacral-Praktikerin – wie kombinieren Sie körperliche Methoden mit Ernährungspraxis, um ganzheitliches Wohlbefinden bei Ihren Klient:innen zu fördern?
Der Körper spricht mit uns. Oft sehr leise, mal aber auch sehr deutlich.
Viele Symptome, die ich in meiner Praxis sehe, wie Erschöpfung, Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen sind eng mit dem Nervensystem, Darmgesundheit und falscher Ernährung verknüpft.
Cranio Sacral und Focusing helfen dabei, aus dem Kopf in den Körper zu kommen. Ich nutze dieses Wissen auch in meinen Workshops- und Firmentrainings. Manchmal reicht eine Frage wie: Wo in deinem Körper spürst du gerade diese Müdigkeit?
Oder eine kleine Übung, um den Vagusnerv zu aktivieren. Das in Kombination mit typgerechter Ernährung ergibt ein starkes Fundament. Ganz ohne Leistungsdruck. Und so geben wir dem eigenen Körper die Möglichkeit die Selbstheilung zu aktivieren.
In Ihren Angeboten für Firmen betonen Sie Pausenkultur und gesunde Routinen als Hebel für Produktivität – wie unterstützen Sie Teams konkret dabei, diese im Arbeitsalltag umzusetzen?
In Firmen herrscht bei den Menschen meist kein Wissensmangel, sondern eher eine Umsetzungslücke. Alle wissen, dass Pausen und gesunde Ernährung wichtig wären, aber es gilt, dass Pausen- und Mahlzeitenkultur auch gelebt wird. Sie wissen, dass Stress krank macht und das Immunsystem schwächt.
Die Folge sind Krankenstände die den Mitarbeiter:innen Lebensqualität kosten und dem Unternehmen direkte und indirekte Kosten verursachen. Deshalb setzen mittlerweile immer mehr Firmen auf Prävention durch Inhouse-Schulungen.
In meinen Workshops und Impulsen für Unternehmen kombiniere ich deshalb:
- Microbreaks: z. B. Atemübungen oder Mini-Stretchs oder Walk & Talk als Stressregulation
- Ernährungs-Wissen: z.B. warum Blutzuckerachterbahn die Konzentration killt
- Teamformate: z. B. interaktive Workshops zu gesundem Energiemanagement, Meal Prep-Mahlzeiten vorkochen, Online-Kochworkshops-die Verbindung schaffen und Teamspirit fördern. Bei Offline-Veranstaltungen darf ein Healthy Lunch zum Direktverkosten nicht fehlen. Food for Focus.
Und ich bringe in der betrieblichen Gesundheitsförderung immer auch das Thema Eigenverantwortung rein: Wer Pausen lebt, ist nicht weniger produktiv, sondern kreativer und leistungsfähiger.
Gerade in zukunftsorientierten Teams ist es wichtig, dass Gesundheit nicht am Obstkorb hängen bleibt. Der Obstkorb ist von Gestern. Heute geht es um wandelbare und vor allem nachhaltige Gestaltung: in Meetings, Routinen und Führung.
Ernährung und Nachhaltigkeit dürfen nicht beim Einkauf enden.
Über Elisabeth Koller:
Ich bin Dipl. Ganzheitliche Ernährungstrainerin, Business-Mentorin und Expertin für gesunde Selbstführung im Arbeitsalltag und Keynote-Speakerin. Mit der von mir entwickelten VIP-Micro-Morphose-Methodik bringe ich Energie in den Arbeitsalltag und Gesundheit in Teams.
In meinen Formaten verbinden sich Ernährung, Meal Prep, Stressregulation, Energie- und Pausenmanagment mit dem echten Leben: alltagstauglich, nachhaltig und ganz ohne erhobenem Zeigefinger.
Ich glaube: Gesundheit ist unser stärkstes Kapital und unser Lebens-Erfolgsrezept.


