Petra Raimann hat ihre Liebe zu Tieren – insbesondere zu Katzen – schon früh entdeckt und zu ihrer Berufung gemacht. In ihrer Arbeit vereint sie Katzensitting, Tierkommunikation, Energiearbeit und Trauerbegleitung zu einem ganzheitlichen Angebot, das Tier und Mensch gleichermaßen einfühlsam unterstützt.
Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, ergibt bei genauerem Hinsehen ein stimmiges Gesamtbild: Es geht ihr darum, Tiere besser zu verstehen, zu begleiten und Veränderungen achtsam zu begleiten. Besonders am Herzen liegt ihr dabei das Vertrauen, das ihre Klient:innen ihr entgegenbringen – sowohl im Umgang mit den Tieren als auch im privaten Umfeld der Halter:innen.
Interview mit Petra Raimann

Sie bieten Katzensitting, Tierkommunikation, Energiearbeit und Trauerbegleitung an. Wie sind Sie zu dieser besonderen Kombination gekommen – und was verbindet all diese Bereiche?
Katzen sind seit meiner Kindheit meine Leidenschaft. Ich liebe die verschiedenen Charaktere und habe schon als Jugendliche öfter die Katzen meiner Verwandten und SchulkollegInnen betreut.
Diese Leidenschaft hat sich als Erwachsene fortgesetzt und vor einigen Jahren habe ich diese Liebe zu den Tieren zu meinem Beruf gemacht.
Ich betreue Katzen und Kleintiere, wie Kaninchen, Meerschweinchen, …. Die mir anvertrauten Tiere betreue ich wie meinen eigenen. Dies ist für mich sehr wichtig, denn das Vertrauen, das meine Klienten in mich setzen, ist für mich ein hohes Gut, dass ich niemals missbrauchen würde.
Die Kombination der Verhaltensberatung mit Tierkommunikation hilft mir und den Haltern, gewisse Verhaltensauffälligkeiten zu erklären und zu verstehen. Hier ist es aber sehr wichtig festzuhalten, dass die Tierkommunikation den Tierarzt nicht ersetzt und ich stelle auch niemals Diagnosen über etwaige Erkrankungen.
Mit der Energiearbeit kann man Tiere wunderbar unterstützen, mit veränderten Lebenssituationen oder nach Krankheiten wieder neue Kraft zu tanken.
Das Zusammenspiel meiner Arbeit ist für mich sehr wichtig, da man immer das große Ganze sehen sollte und nicht nur gewisse Situationen oder Auffälligkeiten. Denn meiner Meinung kann man nur dann einem Tier und dem Halter helfen.
Wenn Sie eine fremde Katze zum ersten Mal besuchen: Worauf achten Sie? Und was hilft, damit das Tier Vertrauen fasst?
Hierbei ist es sehr wichtig, das Tier nicht gleich überschwänglich zu begrüßen oder gar sofort hinaufzunehmen. Die Katze kennt mich und meinen Geruch nicht. Besser ist es, mit dem Halter das Erstgespräch zu führen und die Katzen kommen meist von ganz allein, wenn sie merken, dass von mir keine Gefahr ausgeht.
Sehr schüchterne Katzen kommen auch manchmal erst nach einigen Tagen während der Betreuung und beobachten mich. Auch hier ist es sehr ratsam, das Tier nicht zu bedrängen. Denn dann wird die Katze niemals Vertrauen aufbauen.
Was erleben Menschen, wenn Sie mit ihrem Tier über Sie in Kontakt treten? Gibt es typische Situationen, in denen Tierkommunikation besonders hilfreich ist?
Meine Klienten erleben die Gespräche mit Ihrem Tier unterschiedlich. Je nachdem, warum ich beauftragt wurde.
Besonders oft werde ich bei Tierschutztieren gerufen, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder in gewissen Situationen für den Halter „komisch“ reagieren. Hierbei kann die Tierkommunikation helfen, wenn das Tier gerne vermitteln möchte, was es vorher erlebt hat und warum es so reagiert.
Viele Tiere zeigen Verhaltensveränderungen nach einer Krankheit oder einem Umzug. Wie kann Energiearbeit hier unterstützen?
Hier kann man mit Bachblüten und / oder Reiki unterstützen. Reiki ist eine große Hilfe, damit die Selbstheilungskräfte wieder angekurbelt werden. Dies kann man entweder direkt am Tier – oder auch mit einem Foto als Fern Reiki machen. Tiere nehmen Reiki sehr gerne an und entspannen sich sehr bei einer Einheit, und können so wunderbar wieder neue Kräfte tanken.
Petra Raimann: Individuelle Begleitung in schweren Zeiten

Der Abschied von einem Tier ist für viele Menschen sehr schmerzhaft. Was hilft in dieser Zeit – und wie begleiten Sie Betroffene?
Bei der Trauerbewältigung unterstütze ich den Halter in Einzelsitzungen – oder wenn gewünscht in Gesprächsrunden mit anderen Menschen, die ein Haustier verloren haben.
Diese Arbeit ist sehr individuell, da jeder Mensch eine eigene Art hat, mit Trauer umzugehen. Wichtig hierbei ist, dass man auf den Betroffenen eingeht und betont, dass es völlig in Ordnung ist, um ein Tier, dass die Familie tagtäglich bereichert hat, zu trauern.
Was macht Ihre Arbeit für Sie persönlich sinnstiftend? Gibt es etwas, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
Den Sinn in meiner Arbeit sehe ich dahingehend, dass ich Tier und Halter bestmöglich unterstütze, sei es mit der Betreuung während des Urlaubs, mit der Verhaltensberatung oder Energiearbeit und auch mit der Trauerbewältigung.
Ich schicke bei jedem Besuch bei meinen Schützlingen den Haltern ein Foto oder Kurzvideo mit einem Kurzbericht. Katzensitting ist nicht nur (wie man oft annehmen mag) füttern und Kisterl machen. Es gehört schon mehr zu meiner Arbeit. Es ist mir immer ein Anliegen, die Tiere zu beobachten und mögliche auftretenden Veränderungen schnell zu erkennen und zu handeln.
Und im Zusammenhang mit der Verhaltensberatung und Energiearbeit muss man dem Halter die Situation und die Handlung des Tieres gut und verständlich nahebringen. Denn wenn man dies nicht tut, kann der Halter auch die „Hausaufgaben“ zur Behebung und Verbesserung nicht verstehen und wird diese möglicherweise nicht ausführen, weil er sie nicht nachvollziehen kann.
Besonders am Herzen liegt mir das Thema der Betreuung der Tiere.
Ein ausgebildeter Tierbetreuer hat ein Gewerbe und Ausbildungen, damit er auch in Notfällen richtig reagieren kann und diese vor allem auch erkennt. Meine Klienten vertrauen mir nicht nur ihr Tier an, sondern natürlich auch ihre Wohnung / Haus. Das darf man nicht vergessen. Ich plädiere immer zu gewerblichen, ausgebildeten Tierbetreuern. Unbedingt auch öffentliche Rezensionen ansehen. Erfahrungen mit anderen Tierhaltern im Bekannten oder Freundeskreis über Tierbetreuer einholen, ist oft hilfreich. Ich freue mich immer sehr, wenn ich von meinen Klienten weiterempfohlen werde.
Denn wir wollen alle für unsere Tiere nur die beste Betreuung und die Gewissheit, dass man sein Tier gut versorgt weiß, wenn man auf Urlaub oder anderweitig verhindert ist.


