Martina Reiterer verbindet in ihrer Arbeit als Mentalcoachin, Kinesiologin und Augentrainerin drei wirkungsvolle Methoden, die Körper, Geist und Wahrnehmung stärken. Ihr ganzheitlicher Ansatz hilft Menschen dabei, innere Ruhe zu finden, Blockaden zu lösen und neue Energie zu schöpfen – besonders in Zeiten von digitalem Stress.
Mit einfachen, aber effektiven Übungen zeigt Martina Reiterer, wie Selbstfürsorge auch im anspruchsvollen Alltag gelingt. Ob online oder vor Ort: Sie setzt Impulse, die nachhaltig wirken und Veränderung ermöglichen.
Interview mit Martina Reiterer

Sie arbeiten als Mentalcoachin, Kinesiologin und Augentrainerin – was verbindet diese Ansätze in Ihrer Arbeit?
Diese drei Bereiche greifen bei mir ganz bewusst ineinander. In meiner Arbeit geht es immer um den Menschen als Ganzes. Mentale Belastungen zeigen sich oft auch im Körper – etwa in Form von Verspannungen, Energiemangel oder auch Sehproblemen. Die Kinesiologie unterstützt dabei, Blockaden im Energiefluss zu erkennen und aufzulösen.
Das Augentraining wiederum stärkt nicht nur die Sehkraft, sondern bringt auch Ruhe in den Geist – denn unsere Augen sind mit unserem Nervensystem verbunden. Gemeinsam ermöglichen diese Ansätze eine ganzheitliche Stärkung von Körper, Geist und Wahrnehmung.
Gerade im Homeoffice leiden viele unter digitalem Stress – wie gestalten Sie Ihre Coachings, um gezielt zu unterstützen?
Digitaler Stress betrifft Körper und Geist – von übermüdeten Augen bis zu innerer Unruhe. In meinen Coachings arbeite ich deshalb mit Übungen, die beides gleichzeitig ansprechen. Das können zum Beispiel kurze Atemtechniken sein, kombiniert mit einfachen Augenentspannungsübungen oder kinesiologischen Balancen, die den Energiefluss wiederherstellen.
Wichtig ist mir, dass die Methoden alltagstauglich sind.
Damit sie auch zwischen zwei Meetings schnell und einfach angewendet werden können. Oft geht es auch darum, Bewusstsein zu schaffen: Wie kann ich meine Bildschirmzeiten besser strukturieren? Wie gestalte ich eine Pause im Homeoffice (ohne schlechten Gewissen)? Was kann ich tun, um konzentriert arbeiten zu können?
Sie bieten Trainings sowohl online als auch vor Ort an – welche Erfahrungen haben Sie mit digitalen Formaten gemacht?
Das ist richtig, ich biete meine Angebote digital und vor Ort an. Eines ist ganz klar zu erkennen: Digitale Formate sind inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Viele meiner Klient*innen schätzen diese Flexibilität – insbesondere für kurze Coachings oder Impuls-Sessions zwischendurch.
Gleichzeitig erlebe ich, dass auch online eine sehr persönliche, vertrauensvolle Atmosphäre entstehen kann.
Gerade bei online Seminaren ist es wichtig eine klare Struktur zu schaffen und interaktive Elemente einzubauen. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass Jede und Jeder zu Wort kommen kann. Vor Ort kann man natürlich intensiver in Bewegung und Körperwahrnehmung gehen, was je nach Thema einen wertvollen Unterschied macht. Toll ist, dass ich mit meinen online Formaten den gesamten DACH-Bereich erreichen kann.
Augenbelastung ist für viele ein Thema – welche Übung aus dem Augentraining lässt sich leicht im Alltag integrieren?
Eine meiner Lieblingsübungen ist das sogenannte „Palmieren“. Dabei reibt man kurz die Hände aneinander und legt sie dann sanft – wie kleine Muscheln – über die geschlossenen Augen. Durch die Wärme und Dunkelheit entspannen sich die Augenmuskeln und das Nervensystem kann sich beruhigen.
Diese Übung dauert nur ein bis zwei Minuten und ist ideal für kurze Pausen zwischendurch. Diese Übung kann nicht oft genug durchgeführt werden.
Martina Reiterer: Augenblicke, die verbinden und bewegen

Sie stehen auch als Speakerin auf der Bühne – gab es einen Moment, der Sie dabei besonders berührt hat?
Ja, es gab viele bewegende Momente – aber einer ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Nach einem Vortrag kam eine Teilnehmerin zu mir und sagte, dass sie zum ersten Mal verstanden habe, wie stark ihre Gedanken ihre körperliche Anspannung beeinflussen. Es war dieser Augenblick des Erkennens, das Strahlen in ihren Augen, der mich tief berührt hat .
… weil genau darin der Kern meiner Arbeit liegt: Menschen wieder in Kontakt mit ihren Körper und ihrer inneren Balance zu bringen.
Solche Rückmeldungen zeigen mir immer wieder, wie wertvoll es ist, auf der Bühne oder auch in online Kongressen Impulse zu geben, die wirklich etwas in Bewegung setzen.
Wie hat sich Ihre Arbeit im Laufe der Jahre verändert oder weiterentwickelt?
Ich habe mit der Zeit nicht nur neue Methoden integriert, sondern vor allem gelernt, noch individueller auf die Menschen einzugehen.
Früher war ich oft darauf konzentriert, die mentalen Techniken absolut korrekt durchzuführen – heute, mit meiner langen Erfahrung geht es mir mehr darum, den Raum zu öffnen, in dem Klient*innen ihre eigenen Lösungen entdecken können. Auch mein Blick auf digitale Tools hat sich verändert – ich nutze sie gezielt, aber achte noch stärker auf die Verbindung zum Körper, zur Natur und zur inneren Wahrnehmung.
Gerade in einer zunehmend schnellen Welt (digitaler Stress) wird die Fähigkeit zur Selbstfürsorge immer wichtiger – und das ist heute der rote Faden in all meinen Angeboten.
Über Martina Reiterer:
Akademischer Mental-Coach, Präventions- und Neuro Somatic Coach, Augentrainerin, Kinesiologin, Lachtrainerin, Fachbuch-Autorin
Selbstständig mit Praxis in Wien. Ein Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit ist die Erhaltung der mentalen und körperlichen Gesundheit in Zeiten der Digitalisierung und der Bildschirmarbeit (z.B. durch Augentraining). Ein weiteres Herzensthema: die positive Lebenseinstellung, die wir durch unser inneres und äußeres Lächeln stärken können. Ich arbeite mit Unternehmen sowie Einzelpersonen und biete Einzelcoachings, Vorträge, Workshops und Seminare an.


