Marion Gasteiner fand über einen schweren Autounfall ihren ganz persönlichen Zugang zur Welt der Humanenergetik. Was zunächst als sanfte Ergänzung zur Rehabilitation begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer tiefen Berufung. Heute begleitet sie Menschen und Tiere mit Kinesiologie, Craniosacral Balancing, Yoga und Meditation auf ihrem Weg zu mehr innerer Balance.
Im Interview spricht sie über ihren Werdegang, ihre Herangehensweise und berührende Momente aus ihrer Praxis.
Interview mit Marion Gasteiner

Was hat Sie persönlich dazu bewegt, den Weg der Humanenergetik einzuschlagen – und wie haben sich Ihre heutigen Schwerpunkte entwickelt?
Begonnen hat das alles eigentlich mit einem Autounfall den ich vor Jahren hatte. Während der Regenerationszeit empfahl mir ein Arzt Yoga auszuprobieren – als sanfte Unterstützung bis ich wieder meinen gewohnten Sport machen konnte. Anfangs war ich davon nicht sonderlich begeistert, doch einige Monate später begann ich schließlich meine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin ;-).
Durch den Yoga stieß ich auf das faszinierende Konzept des Energiekörpers – insbesondere die Chakren und Meridiane sowie auf unterschiedliche Formen von Meditation und Atemarbeit.
Zunächst beschäftigte ich mich ganz für mich selbst damit: Ich wollte die Hintergründe verstehen, erfahren, wie sich Energiearbeit konkret anfühlt und ob sie mir helfen kann – vor allem im Hinblick auf die langfristigen Beschwerden in meiner Halswirbelsäule, die ich infolge des Unfalls spürte.
Mit der Zeit wurde immer klarer: Diese Arbeit ist nicht nur ein Interesse, sondern meine Berufung. Und das, obwohl ich ursprünglich eine ganz andere Ausbildung absolviert habe – in Biomedizinischer Technik und Informatik.
Heute liebe ich es, meine Erfahrungen und mein feines Gespür dafür zu nutzen, um andere Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen mit meinem Wissen zu helfen.
Wie erleben Ihre Klient:innen die Wirkung von Kinesiologie und Craniosacral Balancing – und wann setzen Sie welche Methode ein?
Ganz unterschiedlich. Es kommt darauf an, mit welcher Intention die Klient:innen zu mir kommen: Manche möchten es einfach nur „ausprobieren“, andere kommen mit ganz konkreten Anliegen – z. B. mit dem Wunsch nach energetischer Unterstützung bei Verspannungen oder Migräne.
Manche spüren bereits während der Behandlung eine erste Erleichterung, bei anderen setzt die Wirkung erst einige Stunden später ein. Teilweise erleben die Klient:innen ein verbessertes Wohlbefinden schon nach der ersten Einheit, manchmal auch erst nach der zweiten oder dritten. Das hängt stark von der individuellen Geschichte ab – insbesondere davon, wie lange ein energetisches Ungleichgewicht bereits besteht: Ist es ein Thema, das seit Jahren präsent ist, oder etwas, das erst kürzlich aufgetreten ist?
Was mir aber fast alle rückmelden:
Die Behandlung ist in jedem Fall zutiefst entspannend – manche bezeichnen sie sogar liebevoll als „Kurzurlaub“ in meiner Praxis. 😊
Bei der bioenergetischen Kinesiologie arbeite ich mit dem sogenannten Muskelmonitoring (Muskeltest), um energetische Blockaden aufzuspüren und gezielt passende Methoden zu deren Lösung zu finden.
Das Cranio Sacral Balancing ergänzt diese Arbeit wunderbar – es hilft, tiefere Spannungen zu lösen und bringt das Nervensystem sanft in Balance.
Beide Methoden ergänzen sich aus meiner Sicht ideal, um einen ganzheitlichen Ausgleich von Körper, Geist und Seele zu schaffen. Deshalb kombiniere ich sie in meinen Sitzungen meist – je nach Thema und Tagesverfassung der Klient:innen in unterschiedlicher Intensität.
Zukünftig werde ich meine Einheiten auch um Klangschalenmassagen erweitern können, da ich aktuell eine fundierte Ausbildung in diesem Bereich absolviere.
Sie kombinieren Körperarbeit mit Meditation und Yoga – wie greifen diese Elemente in Ihrer energetischen Begleitung ineinander?
Ich beobachte sehr häufig, dass viele Beschwerden meiner Klient:innen ihren Ursprung im stressreichen (Arbeits-)Alltag haben. Unser hektisches Leben, der Druck, unter dem viele stehen, sowie Sorgen und Ängste können sich auf körperlicher Ebene bemerkbar machen: Verspannungen im Nacken-, Schulter- oder Kieferbereich, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, innere Unruhe bis hin zu einem Anstieg des Blutdrucks.
Natürlich sollten all diese Symptome zuerst schulmedizinisch abgeklärt werden. Wenn keine akuten Ursachen vorliegen, ist die Energiearbeit eine wertvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung. Sie unterstützt dabei, in einen gesunden Schlafrhythmus zu finden, Verspannungen zu lösen und einen gelasseneren Umgang mit Stress zu entwickeln.
Viele Klient:innen kommen etwa einmal im Monat zu mir – sie gehen danach entspannt und gestärkt zurück in ihren Alltag. Doch nach einigen Tagen beginnen sich die stressbedingten Muster oft wieder zu zeigen.
Deshalb ist mir die Integration von Atemübungen, Meditationen und sanften Yogaübungen so wichtig. Ich zeige meinen Klient:innen einfache Tools, die sie zu Hause regelmäßig für sich anwenden können. So kann der entspannte Zustand, den wir in der Praxis erreichen, länger anhalten.
Die Sitzungen bei mir werden dadurch zu einem regelmäßigen, unterstützenden „Booster“ – die nachhaltige Veränderung entsteht jedoch auch durch das eigene Dranbleiben und Üben im Alltag.
Gerne zeige ich auch gezielte Yogaübungen gegen Verspannungen z.B. im Schulter- oder Nackenbereich – oder kleine Atemtechniken, die sich auch in stressigen Situationen, zum Beispiel im Büro, ganz unkompliziert anwenden lassen. Sie brauchen keine Hilfsmittel, niemand muss etwas bemerken – und doch können sie einen spürbaren Unterschied für meine Klient:innen machen.
Marion Gasteiner: Achtsamkeit und Wirkung im vertrauten Umfeld

In Ihrer Praxis begleiten Sie auch Tiere auf energetischer Ebene – wie unterscheidet sich die Arbeit mit Tieren von jener mit Menschen?
Wenn ich ganz ehrlich bin, liegt der größte Unterschied in der Kommunikation. Tiere sind immer absolut ehrlich und authentisch. Sie versuchen nicht, etwas zu verbergen oder „brav“ durchzuhalten.
Wenn einem Menschen die Behandlung nicht zusagt – weil etwa die Liege unbequem ist, der Raum als zu hell, zu dunkel, zu warm oder zu kalt empfunden wird – dann wird das oft aus Höflichkeit nicht ausgesprochen. Ich kann also nichts anpassen, wenn es mir nicht mitgeteilt wird.
Ein Tier hingegen zeigt sofort, was es braucht: Wenn es sich während der Behandlung strecken oder umdrehen möchte, dann tut es das einfach. Und wenn eine Methode nicht passt, dann signalisiert es das klar. Beim Menschen braucht es oft gezieltes Nachfragen – in der Hoffnung auf eine ehrliche Antwort. Das Tier hingegen gibt unmittelbar Rückmeldung.
Natürlich bringt das auch Herausforderungen mit sich: Wenn ein Hund während des Meridianausgleichs plötzlich seinen Lieblingsball bringt, dann gibt’s eben eine kurze Spielpause – und der Lebermeridian muss warten. 😄
Wenn der tierische Klient lieber unter dem Tisch liegt, dann liege ich eben auch am Boden.
Die Arbeit mit Tieren ist körperlich manchmal fordernder, aber oft auch direkter und ehrlicher.
Ich achte dabei sehr darauf, dass eine Behandlung nicht länger als 30 Minuten dauert – das ist eine Zeitspanne, in der die meisten Tiere gut mitarbeiten, und wir brauchen meist nur kurze Pausen für ein Leckerli oder eine Spielrunde.
Wichtig ist auch: Ich behandle Tiere ausschließlich in ihrer gewohnten Umgebung – also bei Hausbesuchen, nicht in meiner Praxis. So kann ich sicherstellen, dass kein zusätzlicher Stress entsteht und die Behandlung nicht mit einem Tierarztbesuch assoziiert wird, den viele Tiere ja nicht besonders mögen.
Gab es ein besonderes Erlebnis mit einem Klienten oder Tier, das Sie nachhaltig berührt oder in Ihrer Arbeit bestärkt hat?
Ja, viele. Immer wieder berührt es mich tief, wenn mir Klient:innen erzählen, wie sehr sich ihr Befinden nach einer Behandlung verbessert hat. Ich bin auch heute noch jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie viel sich durch Energiearbeit bewegen lässt.
Besonders gefreut hat mich das Feedback einer orthopädischen Schmerzpatientin, die mir ganz stolz berichtete, dass sie nach vielen Jahren endlich die Dosis ihrer Schmerzmedikation deutlich reduzieren konnte. Auch ihr behandelnder Arzt war sehr überrascht von den Fortschritten.
Solche Rückmeldungen sind für mich ein Geschenk – und eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Bei Tieren gibt es ebenfalls immer wieder berührende Momente. Ein Beispiel, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Ein Hund kam bei jedem Termin schon schwanzwedelnd auf mich zu – und sein Mensch erzählte lachend, dass er schon Minuten vor meiner Ankunft freudig hinter der Tür stand auf mich wartete und gleich die schmerzende Hüfte an mich drückte und mich mit seinem erwartungsvollen Blick ansah.
Solche Begegnungen gehen direkt ins Herz.
Sie bieten auch digitale Produkte wie geführte Meditationen an – für wen sind diese Tools besonders hilfreich und wie lassen sie sich im Alltag integrieren?
Für alle Menschen, die sich selbst etwas Gutes tun möchten – ganz unabhängig davon, ob sie bereits in meiner Praxis waren oder nicht.
Ich arbeite aktuell auch an neuen Meditationsprogrammen zu verschiedenen Schwerpunkten, wie zum Beispiel Schlaf, Chakrenarbeit oder Fantasiereisen.
Der große Vorteil digitaler Tools liegt in ihrer Flexibilität: Man kann die Meditationen ganz unkompliziert in den Alltag integrieren – etwa abends vor dem Einschlafen oder morgens als Energieimpuls für einen guten Start in den Tag.
Es braucht keinen Termin, keine Anfahrt, keinen Aufwand. Nach einer Schlafmeditation kann man sich einfach entspannt umdrehen und sanft in die Nacht gleiten.
Ich sehe meine digitalen Produkte sowohl als wertvolle Ergänzung für bestehende Klient:innen als auch als eigenständiges Werkzeug für alle, die auf einfache Weise mehr Ruhe und Balance in ihr Leben bringen möchten.
Über Marion Gasteiner:
Mein Name ist Marion Gasteiner, ich wurde 1981 geboren und betreibe eine Energetiker Praxis in Wien 11. Ich bin diplomierte Energetikerin mit Spezialisierung auf bioenergetische Kinesiologie und Cranio Sacral Balancing. Ich sehe jeden Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele – und diese sind idealerweise in Balance um ein gesundes Leben mit Wohlfühlfaktor zu führen.


