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Andrea Altwirth: Wenn Heilung mit der Wahrheit beginnt

Als Andrea Altwirth 2020 mit der Diagnose Aortenaneurysma konfrontiert wurde, stand plötzlich alles still. Keine Sportarten mehr, keine körperliche Belastung – und eine Operation, die für sie nicht infrage kam. Doch anstatt in Angst zu verharren, begann sie, tiefer zu hören: auf ihren Körper, auf das Leben und auf das, was wirklich trägt.

Heute begleitet sie Menschen darin, ihre eigene Kraft wiederzuentdecken – jenseits von Diagnosen, jenseits der Angst.

Interview mit Andrea Altwirth

Andrea Altwirth interview

Was hat Sie dazu bewegt, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten – gab es eine prägende Erfahrung?

Im Laufe meines Lebens hatte ich immer schon hie und da gesundheitliche Probleme aber 2020 spitzte sich die Lage zu. Nach einem Krankenhausaufenthalt wurde mir dringend ein Besuch beim Kardiologen empfohlen. Die Diagnose nach einem Herzultraschall war ein Aortenaneurysma.

Damit einhergehend gab es sofort Verbote für bestimmte Sportarten, ich darf nichts Schweres heben und muss generell darauf achten, mich nicht zu sehr anzustrengen. Sollte ich mich nicht an das halten, kann es passieren, dass meine Aorta reißt und ich innerhalb von 30 Sekunden tot sein könnte. Es gibt auch keine Heilung, denn Blutgefäße regenerieren sich nicht.

Die einzige Möglichkeit ist eine lebenslange Tabletteneinnahme und eine Operation, bei deren Beschreibung ich schon wusste, dass ich die nicht haben wollte. Die Breite, die meine Aorta aufweist, sei aber schon ziemlich an der Grenze, jedoch muss noch keine Operation durchgeführt werden.

Man wisse auch nicht, woher es kommt, denn ich bin nicht in der typischen Menschengruppe dafür.

Die erste Zeit danach ging es mir nicht wirklich gut und ich wusste auch nicht genau, wie ich damit umgehen sollte. Nach ein paar Wochen wurde ich plötzlich eines Tages wach und mir war bewusst, dass ich eigentlich eine 50:50 Chance habe, den Tag zu überleben. Und dass mich dieser Umstand nicht von den restlichen Menschen abhebt, denn keiner weiß, was der Tag bringt und es kann immer was passieren.

Nur keiner steht auf in der Früh und denkt darüber nach, ob er wohl stirbt oder nicht. Das hat in mir bewirkt, dass ich mich wieder „normal“ fühlte und mir ging es sehr viel besser damit. Ich habe dadurch bemerkt, dass Angst, Sorgen, Stress die Krankheiten noch verstärken.

Ich habe seither viele Menschen beobachtet und mit einigen gesprochen. Es hat sich bestätigt, die Angst hat in den Köpfen der kranken Menschen einen großen Platz eingenommen.

Das hat in mir das Bedürfnis geweckt, Menschen einen Raum zu geben, in dem sie sich für kurze Zeit sicher fühlen und sich fallen lassen können und dadurch eine kleine Auszeit von ihrer Angst, von ihren Sorgen und vom Stress haben. Das unterstützt und beschleunigt den Genesungsprozess ungemein.

Sie sprechen auf Ihrer Website von Potenzialentfaltung – was bedeutet das für Sie ganz konkret im Alltag?

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch Talente und besondere Fähigkeiten hat.

Aufgrund der Art und Weise wie uns gelehrt und gelernt wurde, unser Leben zu bestreiten, wurde auf diesen Teil von uns wenig bis gar nicht eingegangen. Ich denke deshalb, dass es besonders im Alltag wichtig ist, Menschen Impulse zu geben, um Ihnen zu zeigen, dass auch sie ein großes Potenzial zur Selbstheilung haben.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass bereits nach einer Lomi Lomi Nui Behandlung jeder einzelne wieder neuen Lebensmut fasst, was sich natürlich besonders günstig auf den Heilprozess auswirkt. Sie finden frischen Mut zu neuen Wegen und gehen auch wieder achtsamer mit sich selbst um.

Manchmal reicht auch schon eine kleine nette Geste z.B. an der Supermarkt Kassa aus, dass man Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert und sie damit kurzfristig von ihren stressigen Gedanken ablenkt. Ich habe schon erlebt, dass sich Menschen dafür dann bei mir bedankt haben.

Sie bieten Begleitung auf verschiedenen Ebenen an. Wie spüren Sie, was ein Mensch gerade braucht?

Das kommt immer auf den aktuellen Zustand jedes einzelnen an. Bei akuten Schmerzen ist eine Fernenergieübertragung sehr wirkungsvoll. Wenn Klienten zu mir kommen und ich spüre, dass sie ziemlich gestresst sind, ist es hilfreich, zuerst mit den Klangröhren zu arbeiten und dadurch eine Entspannung zu bewirken.

Dann hat Lomi Lomi Nui eine noch tiefere Wirkung. Bei der Berührung spüre ich natürlich die verspannten Körperpartien und da können dann gezielt die Stimmgabeln eingesetzt werden.

Andrea Altwirth: Achtsamkeit und Eigenverantwortung sind Teil des Heilweges

Andrea Altwirth impulswert

Welche Rolle spielen Achtsamkeit und Eigenverantwortung in Ihrer Arbeit mit Klientinnen und Klienten?

Achtsamkeit ist sowohl für mich als auch für die Klienten wichtig. Ich bin achtsam in meinem Tun, um zu erfühlen, wie es dem Klienten geht. Gerade bei energetischer Arbeit kann es bei einer Lösung von Blockaden auch zu emotionalen Reaktionen seitens der Klienten kommen. Nicht alle können damit umgehen und deshalb ist es wichtig, dass ich sie ermutige, loszulassen, wenn ich merke, dass Emotionen zurückgehalten werden.

Aber auch die Klienten sollen achtsam mit sich selbst sein und in sich reinfühlen, damit sie auch gegebenenfalls die Behandlung stoppen, wenn sie eine Pause benötigen. Manche Klienten müssen erst lernen achtsam mit sich selbst umzugehen.

Eigenverantwortung ist ebenfalls wichtig, denn die Klienten müssen wissen, dass es nicht damit getan ist, sich einer Lomi Lomi Nui Behandlung zu unterziehen und alles ist wieder gut. Sie müssen selbst ihre innere Einstellung und ihre Gedanken überdenken und vielleicht auch anpassen.

Den Weg zur Heilung beschreiten sie selbst. Ich heile niemanden, ich gebe aber Impulse und Unterstützung, um das Immunsystem und den Willen der Klienten anzukurbeln.

Gibt es einen Gedanken oder eine Haltung, die Sie durch Ihre Arbeit trägt und immer wieder stärkt?

Ja, zum einen mein eigener Lebensweg. Dadurch weiß ich, dass kein Zeitpunkt zu spät ist, Änderungen im Leben durchzuführen. Man kann jederzeit den Entschluss fassen, sein Leben in eine positive Richtung zu lenken und gesund zu werden.

Zum anderen sind es die glücklichen und entspannten Gesichter, in die ich nach einer erfolgreichen Behandlung sehen darf. Vor allem, wenn nach mehreren Behandlungen enorme Fortschritte im Heilungsprozess sichtbar sind. Das gibt ungemein viel Kraft.

Eine besondere Kraftquelle ist, dass ich einen meiner Träume verwirklichen konnte.

Es gibt immer wieder Diskrepanzen zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden. Für die Menschen wäre es aber ein enormer Mehrwert, wenn beide zusammenarbeiten würden. Wir benötigen die Ärzte ebenso wie die Energetiker.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass mir ein Wahlarztzentrum eine Kooperationspartnerschaft angeboten hat, weil sie sich entschlossen haben, ganzheitliche Behandlungen anzubieten. Und so habe ich dort 1x wöchentlich einen eigenen Behandlungsraum. Das ist meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Was möchten Sie Menschen mitgeben, die sich gerade neu ausrichten oder mehr bei sich selbst ankommen möchten?

Das Wichtigste ist, auf die innere Stimme oder das Bauchgefühl zu hören.

Auch wenn dabei ein Weg eingeschlagen wird, der momentan nicht ganz logisch erscheint. Es hat alles einen Sinn. Neuausrichtung bedeutet auch, dass man seine Lernthemen gezeigt bekommt. Das ist natürlich nicht immer ganz angenehm aber notwendig. Man muss sich selbst kennenlernen, um bei sich selbst ankommen zu können.

Wir sind von Menschen umgeben, die es gut mit uns meinen und sich Sorgen um uns machen. Das kann dazu führen, dass gut gemeinte Ratschläge nicht immer gut für unser Weiterkommen sind. Da ist es hilfreich, dankbar dafür zu sein, dass es Menschen gibt, denen man wichtig ist, aber trotzdem seinen eigenen Weg weitergehen.

Die innere Stimme leitet uns sicher zu den Stationen, die für uns wichtig sind. Und manchmal ist sehr viel Mut gefragt, also seid mutig! Im Endeffekt belohnen uns die vielen glücklichen Momente und Situationen, in denen man im Einklang mit sich selbst steht, dafür, dass wir den Mut hatten, den Weg zu uns selbst zu finden und auch zu gehen.

Über Andrea Altwirth:

Ich bin ein unkomplizierter Mensch und akzeptiere andere so wie sie sind. Ich gebe gerne meine Erfahrungen weiter und freue mich, wenn Menschen zu mir kommen und meine Hilfe annehmen.

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