Interviews

Claudia Richter: Bewegung, Balance und Bewusstsein von klein auf

Claudia Richter begleitet seit über zehn Jahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg zu mehr Balance, Klarheit und Wohlbefinden. Ihr vielfältiges Angebot – von Kursen wie „Samurai-Programm“ oder „Kinder in Balance“ bis hin zu individuellen Behandlungen und Beratungen – zeigt, wie ganzheitlich sie denkt und arbeitet.  Im Zentrum steht dabei immer der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen, ganz gleich ob klein oder groß.

Im Gespräch erzählt Claudia Richter, was alle ihre Angebote verbindet, wie sie Kinder spielerisch stärkt und warum Eigenverantwortung, Ruhe und Authentizität zentrale Themen ihrer Arbeit sind.

Interview mit Claudia Richter

Claudia Richter Interview

 

Ihr Angebot reicht von Kursen für Kinder bis hin zu Behandlungen für Erwachsene. Gibt es einen roten Faden, der all diese Angebote miteinander verbindet?

Der rote Faden, der diese Angebote verbindet ist meines Erachtens meine Herangehensweise an meine Arbeit. Ich versuche jeden Menschen, ob klein oder groß, da abzuholen wo er gerade steht- sowohl in seiner Entwicklung als auch bei seinen Bedürfnissen und ihn bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.

Gesunde Kinder sind die gesunden Erwachsenen von morgen-dies zeigt sich auch in meiner Arbeit.

Da ich mittlerweile seit mehr als 10 Jahren Behandlungen und Kurse anbiete, durfte ich auch schon einige Kinder bis zum Erwachsen werden und somit Eintritt in Arbeitsalltag und familiäre Gründung begleiten.

Und hier zeigt sich immer wieder, wie wichtig der Umgang mit Themen wie Eigenverantwortung, Resilienz und Authentizität ist. Wer seine Bedürfnisse klar definieren und auch äußern kann ist viel besser auf die „reale“ Welt vorbereitet.

In Kursen wie „Samurai-Programm“ oder „Kinder in Balance“ geht es um spielerisches Lernen und Bewegung. Was können Kinder Ihrer Erfahrung nach am meisten aus solchen Kursen mitnehmen?

Zahlreiche Studien belegen, dass bewegtes Lernen in vielen Bereichen sehr positiv unterstützen kann. Die Verknüpfung der Gehirnzellen passiert schneller und effektiver und so können Reize viel schneller verarbeitet werden.

Macht Lernen Spaß nehmen Kinder viel schneller Informationen auf und empfinden Lernen als einfach und nicht anstrengend- das Müssen tritt in den Hintergrund und das Wollen, Können und Dürfen tritt in den Vordergrund.

Bewegung in all ihren Facetten fördert die Körperwahrnehmung, ein gesundes Wachstum, ein starkes Herz-Kreislauf System und eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit. Das verpackt in gezielte Bewegungsförderung in den Bereichen, Koordination, Kraft und Ausdauer ist somit der ideale Nährboden für eine gesunde und vor allem vielfältige Entwicklung.

Wie erklären Sie Eltern den Unterschied zwischen Prävention und gezielter Unterstützung bei Problemen?

Die Erklärung ist recht simpel- arbeite ich bereits im präventiven Bereich kommt es oft erst gar nicht zu Problemen.

Meines Erachtens liegen die Herausforderungen unserer Zeit in der richtigen Balance zwischen Aktivität und Ruhe.

Meinem Empfinden nach, auch mich persönlich betreffend, liegt der Fokus meistens auf der Aktivität und nicht in der Ruhe/Regeneration.

Was bei den Erwachsenen als Work/Life Balance bezeichnet wird, können wir bei Kindern vielleicht School/Life Balance nennen. Hier ist es besonders wichtig auch den Kindern Pausen zu gönnen und vielleicht nicht auch noch jeden Nachmittag/Abend mit außerschulischen Aktivitäten zu füllen. Manchmal ist weniger definitiv mehr, denn ohne entsprechende Regeneration vermag unser Gehirn und unser Körper keine Höchstleistungen zu vollbringen.

Passiert zu wenig Prävention, dann zeigen sich Symptome auf der körperlichen und geistigen Ebene und dann muss in diesen Bereichen gezielte Unterstützung passieren.

Claudia Richter: Stärke durch Zusammenarbeit und vertrauensvolle Netzwerke

Claudia Richter kleinundgross

Welche Rolle spielen Kooperationen und Netzwerke in Ihrer Arbeit, und welchen Nutzen haben Ihre Teilnehmer*innen davon?

Ich persönlich finde es extrem wichtig ein gutes Netzwerk aufzubauen und auch zu pflegen, denn so kann ich bestmögliche Tipps und weitere oder zusätzliche Unterstützung für meine Klienten bieten.

Da mein Verhältnis zu meinen Klienten auch auf Vertrauen basiert, nehmen sie Tipps bzw. Weiterempfehlungen von mir gerne an, da sie wissen, dass ich nur Kontakte weiterempfehle von denen ich selber überzeugt bin. Dadurch entsteht natürlich ein Mehrwert für meine Teilnehmerinnen, da sie konkrete Empfehlungen erhalten und sich nicht selbst auf die Suche machen müssen.

Wie erklären Sie weniger bekannte Methoden wie die Narbenentstörung oder R.E.S.E.T.-Kieferbalance Ihren Klient*innen?

Ich habe mich um eine anschauliche Beschreibung der Methoden auf meinem Flyer und auf meiner Homepage bemüht und poste auch regelmäßig Infos auf Social Media- ich habe sowohl einen Firmen Facebook als auch Firmen Instagram Account. Kurze Videos zu den Behandlungen und eine ausführliche Erklärung bei persönlicher Kontaktaufnahme unterstützen den Informationsfluss.

Wenn Sie auf Ihre Arbeit blicken: Welche kleinen Erfolge im Alltag geben Ihnen persönlich die größte Freude und Motivation?

Freude bereitet mir, wenn ich sehe, dass durch meine Arbeit sich Sichtweisen der Klienten verändern, wenn z.B. das Thema der Eigenverantwortung in den Vordergrund rückt, Bedürfnisse früher erkannt werden und so auftretende Symptome schneller wieder verschwinden.

Positives Feedback, wenn z.B. kleine Aufgabenstellungen gegeben werden und diese Wirkung zeigen, motivieren mich und auch wenn aufgetretene Symptome sich bessern bzw. verschwinden.

Und natürlich freue ich mich sehr, wenn ich schon begrüßt werde mit den Worten: „Ich habe mich schon so auf die Behandlung/den Kurs gefreut“, denn das zeigt mir immer wieder, dass ich einerseits als Person, aber auch meine Arbeit sehr wertgeschätzt wird.

Ich pflege eine sehr herzliche und persönliche Beziehung zu meinen Klienten, das ist mir sehr wichtig- wer Gutes säet wird Gutes ernten.

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