Tourismus

Kirchen in Wien entdecken: Zwischen Geschichte, Glaube und Architektur

Kirchen in Wien zählen zu den eindrucksvollsten architektonischen Zeugnissen der Stadt. Sie spiegeln nicht nur den Glauben vergangener Jahrhunderte wider, sondern auch politische, künstlerische und kulturelle Entwicklungen. V

on monumentalen Bauwerken wie dem Stephansdom bis hin zu modernen Kirchen wie der Wotrubakirche bietet Wien eine außergewöhnliche Vielfalt. Dieser Artikel lohnt sich für alle, die sich für Geschichte, Baukunst und spirituelle Orte interessieren.

Kirchen in Wien: Der Stephansdom als geistiges Herz der Stadt

Kirchen in Wien Der Stephansdom als geistiges Herz der Stadt

Der Stephansdom steht mitten im historischen Zentrum am Stephansplatz und ist das wohl bekannteste Gotteshaus in ganz Wien. Bereits im 12. Jahrhundert wurden hier erste Teile errichtet, der heutige Bau stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert.

Die charakteristische Fassade und der hohe Südturm prägen das Stadtbild maßgeblich und machen den Stephansdom zum Wahrzeichen der Stadt.

Besonders faszinierend ist der sogenannte Domschatz, der im Inneren des Doms aufbewahrt wird. Er enthält liturgische Geräte, Reliquien und kunstvoll gearbeitete Ornamente.

Auch die Fresken von Johann Michael Rottmayr beeindrucken durch ihre Ausdruckskraft und ihren künstlerischen Wert. Wer Kirchen in Wien erkunden möchte, sollte mit dem Stephansdom beginnen, denn hier treffen Geschichte, Glauben und Kunst auf einzigartige Weise zusammen.

Die Karlskirche am Karlsplatz und ihre barocke Majestät

Die Karlskirche zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen Europas. Errichtet wurde sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf Anweisung von Kaiser Karl VI., der den heiligen Karl Borromäus als Schutzpatron der Pestkranken verehren ließ.

Benannt ist sie daher nach dem heiligen Karl Borromäus, dessen Leben und Wirken im Inneren der Kirche durch verschiedene künstlerische Darstellungen gewürdigt wird.

Der imposante Kuppelbau wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen, der als einer der bedeutendsten Architekten der Barockzeit gilt. Die Kirche besitzt prachtvolle Fresken, monumentale Säulen und zahlreiche Skulpturen.

Ihre zentrale Lage am Karlsplatz macht sie zu einem beliebten Ziel für Besucher und Gläubige gleichermaßen. Auch architektonisch zählt sie zu den künstlerisch wertvollsten Kirchen in Wien.

Die Ruprechtskirche als älteste Kirche der Stadt

Die Ruprechtskirche liegt ruhig und etwas versteckt im ersten Bezirk. Sie gilt als älteste Kirche der Stadt Wien, ihre Ursprünge reichen zurück bis in das Jahr 740. Geweiht ist sie dem heiligen Rupert, dem Schutzpatron der Salzschiffer und -händler, was auf die historische Bedeutung des Salzhandels für Wien verweist.

Der Innenraum der Kirche ist schlicht und ursprünglich erhalten. Die dicken Mauern, kleinen Fenster und romanischen Bögen vermitteln eine besondere Atmosphäre. Trotz ihrer Schlichtheit spürt man die Geschichte, die in diesen Wänden lebt. Wer Kirchen in Wien mit tiefem historischem Bezug sucht, wird hier fündig.

Kirchen in Wien: Die Votivkirche als Symbol des Dankes

Kirchen in Wien Die Votivkirche als Symbol des Dankes

Nach einem Attentatsversuch auf Kaiser Franz Joseph wurde die Votivkirche im Stil der Neugotik als Dankeskirche errichtet. Die imposante Doppelturmfassade erinnert stark an französische Kathedralen und unterstreicht die europäische Dimension dieses Sakralbaus.

Besonders eindrucksvoll sind die filigranen Glasfenster, die den Innenraum in farbiges Licht tauchen, sowie die kunstvollen Altäre und Kapellen. Auch außen bietet die Votivkirche durch ihre zahlreichen Türmchen, Statuen und Maßwerke ein architektonisches Meisterwerk.

In der Geschichte der Kirchen in Wien nimmt sie daher einen besonderen Platz ein, da sie sowohl spirituellen als auch nationalen Symbolwert besitzt.

Kirche am Steinhof als Jugendstil-Meisterwerk

Die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, besser bekannt als Kirche am Steinhof, wurde von Otto Wagner entworfen und ist ein Meisterwerk des Wiener Jugendstils. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Sanatoriums am Steinhof, was ihr auch ihren Namen verleiht.

Die vergoldete Kuppel, die klare Symmetrie und die Gestaltung des Innenraums zeugen von modernem Denken in Verbindung mit spiritueller Funktion.

Die Ausstattung wurde maßgeblich durch Koloman Moser beeinflusst. Wer Kirchen in Wien mit einem künstlerischen Fokus erleben möchte, sollte sich diese Bauikone keinesfalls entgehen lassen.

Die Franz-von-Assisi-Kirche am Donauufer

Die Franz-von-Assisi-Kirche wurde zum 50-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph errichtet und zählt heute zu den markantesten Sakralbauten an der Donau.

Aufgrund ihrer Lage wird sie auch Mexikokirche genannt. Sie vereint Elemente der Romanik mit einer Burgoptik, die ihr ein außergewöhnliches Erscheinungsbild verleiht.

Im Inneren herrscht eine ruhige, klare Gliederung, die dem Besucher Orientierung und Raum für Andacht bietet. Die Kirche ist dem heiligen Franz von Assisi geweiht und stellt seine Ideale in den Mittelpunkt. Diese Verbindung von Spiritualität, Architektur und Lage am Wasser macht sie zu einem besonderen Ort unter den Kirchen in Wien.

Die Minoritenkirche mit ihrer gotischen Strenge

Die Minoritenkirche ist eine der ältesten gotischen Kirchen der Stadt. Sie wurde bereits im Jahr 1200 errichtet und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Hofburg. Das Gebäude ist geprägt von klaren Linien und einem zurückhaltenden Stil, der stark an französische Gotik erinnert.

Berühmt ist die Kirche auch für das Abendmahl-Mosaik, eine originalgetreue Nachbildung von Leonardo da Vincis berühmtem Gemälde. Ebenso beeindruckend ist die sogenannte Familienmadonna, die im Seitenschiff zu finden ist. Die Minoritenkirche steht exemplarisch für die Vielfalt der Kirchen in Wien, besonders für jene, die auf historische Schlichtheit setzen.

Kirchen in Wien: Die Wotrubakirche als begehbare Skulptur

Kirchen in Wien Die Wotrubakirche als begehbare Skulptur

Die Wotrubakirche im 23. Bezirk ist ein vollkommen anderes Gotteshaus. Sie wurde nach den Plänen des Bildhauers Fritz Wotruba aus 152 Betonblöcken errichtet und wirkt wie eine moderne Skulptur. Offiziell heißt sie Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit.

Trotz ihrer kantigen Form vermittelt sie im Inneren eine besondere Ruhe. Das Licht fällt durch schmale Öffnungen und schafft eine fast meditative Stimmung. Die Wotrubakirche steht sinnbildlich für moderne Spiritualität und ist ein starker Kontrast zu den historischen Bauten Wiens.

Peterskirche als barockes Schmuckstück

Die Peterskirche liegt nur wenige Schritte vom Stephansdom entfernt und besticht durch ihre barocke Opulenz. Sie wurde über einer antiken Kapelle erbaut und im frühen 18. Jahrhundert vollendet.

Die prachtvollen Altäre, die vergoldete Kuppel und die filigranen Deckengemälde machen sie zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber.

Der runde Zentralbau vermittelt Harmonie und räumliche Tiefe. Trotz der prunkvollen Ausstattung bleibt sie ein Ort der Andacht. Die Peterskirche zeigt, wie prachtvoll Kirchen in Wien gestaltet sein können und dass Kunst und Glaube sich nicht ausschließen müssen.

Die Kirche Emmaus am Wienerberg als moderne Gemeinde

Im Süden Wiens liegt die Kirche Emmaus am Wienerberg. Sie gehört zu den neueren Kirchen der Stadt und steht für ein modernes, offenes Gemeindeleben. Ihr Erscheinungsbild ist schlicht, funktional und freundlich gestaltet.

Neben den Gottesdiensten finden hier viele soziale Projekte, Veranstaltungen und Begegnungen statt. Die Kirche legt großen Wert auf Integration, Inklusion und Mitgestaltung. Damit stellt sie eine wertvolle Ergänzung zu den traditionellen Kirchen Wiens dar und zeigt, dass auch neue Gotteshäuser eine wichtige Rolle im Stadtbild spielen.

Kirchen in Wien: Weitere Kirchen von Bedeutung

Kirchen in Wien Weitere Kirchen von Bedeutung

Neben den bekannten Bauwerken gibt es viele weitere Kirchen in Wien, die erwähnenswert sind. Die Augustinerkirche, die Jesuitenkirche, die Franziskanerkirche, die Dominikanerkirche, die Universitätskirche, die Schottenkirche, die Kapuzinerkirche, die Klosterkirche St. Anna sowie die Kirche am Hof gehören zu den bedeutenden Sakralbauten der Stadt.

Viele dieser Kirchen enthalten barocke oder gotische Elemente, prächtige Altäre, imposante Orgeln oder wertvolle Kunstwerke. Einige von ihnen sind eng mit dem kaiserlichen Hof verbunden, andere mit bedeutenden Ordensgemeinschaften oder Bildungsinstitutionen.

Fazit: Kirchen in Wien

Kirchen in Wien sind weit mehr als nur Orte des Gebets. Sie sind stille Zeugen der Geschichte, Ausdruck künstlerischen Schaffens und Raum für persönliche Einkehr.

Ob prachtvoller Barock wie in der Karlskirche, gotische Schlichtheit wie in der Ruprechtskirche oder moderne Klarheit wie in der Wotrubakirche, jede dieser kirchlichen Bauten erzählt ihre eigene Geschichte. Wer Wien wirklich kennenlernen will, sollte sich Zeit nehmen, die Vielfalt dieser Gotteshäuser zu entdecken und ihre besondere Atmosphäre zu erleben.

FAQs: Kirchen in Wien – Ihre meistgestellten Fragen beantwortet

Welche Kirche ist die schönste in Wien?

Die Frage nach der schönsten Kirche in Wien lässt sich nicht eindeutig beantworten, denn jede Kirche hat ihren eigenen Charme. Viele halten die Karlskirche für die schönste, da sie mit ihrer barocken Fassade, der imposanten Kuppel und der kunstvollen Innenausstattung beeindruckt.

Auch die Kirche am Steinhof gilt als architektonisches Meisterwerk, besonders durch ihren einzigartigen Jugendstil.

Der Stephansdom hingegen beeindruckt durch seine Größe, seine Bedeutung für die Stadt und seine historische Tiefe. Am Ende ist es oft eine persönliche Entscheidung, welche Kirche in Wien als die schönste empfunden wird.

Wie heißt die berühmte Kirche in Wien?

  • Stephansdom
  • Karlskirche
  • Votivkirche
  • Peterskirche
  • Franz-von-Assisi-Kirche

Wie heißen die Kirchen in Österreich?

Name der Kirche Ort Besonderheit
Stephansdom Wien Wahrzeichen der Hauptstadt
Basilika Mariazell Mariazell Wichtigster Wallfahrtsort Österreichs
Stiftskirche Melk Melk Barockes Weltkulturerbe
Karlskirche Wien Barockkirche mit monumentaler Kuppel
Salzburger Dom Salzburg Berühmt durch die Taufe Mozarts
Stiftskirche St. Florian St. Florian Bedeutsam für die Musikgeschichte
Basilika Mondsee Mondsee Schauplatz der Hochzeit in „Sound of Music“
Votivkirche Wien Neugotisches Meisterwerk
Dom zu Gurk Gurk (Kärnten) Romanische Krypta mit Heiligengrab
Kirche am Steinhof Wien Jugendstilarchitektur von Otto Wagner

Welche ist die älteste Kirche in Wien?

Die älteste Kirche in Wien ist die Ruprechtskirche im ersten Bezirk. Sie wurde vermutlich um das Jahr 740 gegründet und gilt als das älteste Gotteshaus der Stadt. Geweiht ist sie dem heiligen Rupert, dem Schutzpatron der Salzschiffer und -händler.

Ihre schlichte romanische Bauweise hebt sich stark von den prachtvollen Kirchenbauten der späteren Jahrhunderte ab. Die dicken Mauern und kleinen Fenster der Ruprechtskirche zeugen von der frühen Kirchenarchitektur Wiens und machen sie zu einem historischen Unikat.

What's your reaction?

Aufregend
0
Interessant
0
Liebe es
0
Unsicher
0

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Next Article:

0 %