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Mag. Dr. Tanja Kraushofer: Wenn der Körper zeigt, was ins Gleichgewicht will

Mag. Dr. Tanja Kraushofer verbindet naturwissenschaftliches Denken mit ganzheitlichen Methoden wie Kinesiologie, R.E.S.E.T.® und Narbenarbeit. Aus persönlicher Erfahrung und fundierter Ausbildung begleitet sie Menschen dabei, Stressoren aufzuspüren und das Zusammenspiel von Körper, Geist und Emotionen wieder in Balance zu bringen.

Im Interview spricht sie über Muskeltests als Biofeedback, den Aufbau von Vertrauen in kinesiologischen Einheiten und darüber, warum Offenheit wichtiger ist als blinder Glaube.

Interview mit Mag. Dr. Tanja Kraushofer

Dr. Tanja Kraushofer Interview

Was hat Sie dazu bewegt, mit kinesiologischer Balance, R.E.S.E.T.® sowie Narbenarbeit und -integration zu arbeiten?

Ganz einfach die eigenen Erfahrungen mit diesen Methoden. Wenn mich etwas fasziniert und ich eine positive Veränderung für mich feststelle fuchse ich mich da rein und mache die entsprechende Ausbildung dazu.

Meine erste Begegnung mit Kinesiologie war Brain Gym® und ich war sofort fasziniert wie viel die 26 kleinen Übungen in meinen Körper-Geist-Seele System bewegt haben. Ergänzt durch weitere Techniken wie beispielsweise Touch for Health und Hyperton X eröffnet sich ein weites Feld von Anwendungen, die das ganze System ins Gleichgewicht bringen.

Nach meiner ersten RESET® Einheit konnte ich bereits einen deutlichen Spannungsunterschied im Kiefer feststellen. Nach Abschluss der 2. Einheit war der Bereich gleichmäßig entspannt.

Meine Narben habe ich auch von Kolleginnen entstören lassen und sie haben sich mit Symptomfreiheit bedankt. Nach ein paar Jahren haben sie sich mit leichten Spannungen wieder gemeldet. Dann möchten sie meine Aufmerksamkeit, wenn ich sie dann ein paar Minuten halte, massiere oder streichle ist alles wieder gut.

Positive Rückmeldungen von KundInnen bestätigen mich in meiner Arbeit.

Wie funktioniert der Muskeltest genau, und welche Bedeutung hat er im Ablauf einer Sitzung?

Die Naturwissenschaftlerin in mir sagt, genau weiß ich es nicht. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz. Das Messinstrument bin ich und daher gibt es immer einen subjektiven Faktor.

Ein anderer Teil in mir war sofort fasziniert vom körpereigenen Biofeedback System. Es ist eine Technik oder eher Kunst, die man erlernt und die Ergebnisse werden immer präziser je mehr Erfahrung die Testperson hat.

Vorbereitende Übungen, Vortests sowie bei Bedarf Vorkorrekturen schaffen eine verlässliche Basis für den Muskeltest.

Dieser prüft nicht die Kraft, sondern die Kommunikation zwischen Muskel und Nervensystem. Dahinter steht eine Art Reflex, der zu unserem biologischen Erbe gehört. Denn der Muskeltest ist primär eine Stressanzeige. Stressoren gibt es viele, innere wie äußere und oft sind sie uns gar nicht bewusst.

Im Ablauf einer Sitzung dient er dazu Stressoren im körperlichen, geistigen, emotionalen oder mentalen Bereich zu identifizieren und Ungleichgewichte mit geeigneten kinesiologischen Maßnahmen in Form einer Balance wieder auszugleichen.

Auch für den Kunden ist es sehr spannend den Unterschied zu spüren, ob der Muskel dem sanften Testdruck standhalten kann oder eben nicht.

Wenn jemand zum ersten Mal zu Ihnen kommt – wie gestalten Sie die erste Behandlung, damit Vertrauen entstehen kann?

Vorweg, ich verwende den Begriff Behandlung nicht, da er von den meisten Menschen mit medizinischen Dienstleistungen in Verbindung gebracht wird. In der Kinesiologie verwenden wir den Begriff Balance für unsere Arbeit. Oft spreche ich auch von Einheiten.

Damit Vertrauen entstehen kann gebe ich Interessierten die Möglichkeit mich und meine Arbeitsmethoden kennenzulernen.

Dies beginnt/startet schon bevor jemand zu mir kommt, nach der ersten Kontaktaufnahme (Homepage: Kontaktformular, Mail, Tel.). Dafür biete ich ein kostenfreies Erstgespräch an.

Dann geht es in der Praxis mit meinem Angebot „Kinesiologie für Neukunden zum Kennenlernen“ weiter.

Wenn es für beide passt, startet eine spannende Zusammenarbeit mit vielen Aha-Erlebnissen und oftmals verblüffender Wirkung.

Mag. Dr. Tanja Kraushofer: Der richtige Rhythmus entscheidet über nachhaltige Veränderung

Dr. Tanja Kraushofer strss-balance.at

Sie empfehlen bei den verschiedenen Methoden bestimmte Abstände zwischen den Sitzungen. Nach welchen Kriterien legen Sie das fest?

Die Richtwerte auf der Homepage stammen aus Empfehlungen während der Ausbildung.

Sie dienen zur ersten Orientierung für KlientInnen, damit klar ist, dass er/sie nicht täglich oder mehrmals wöchentlich kommen muss.

Je nachdem was und woran gearbeitet wird braucht der Mensch Zeit die angestoßenen Veränderungen zu integrieren. Wie beim Training ist es auch bei der Energiearbeit wichtig den richtigen Rhythmus für optimalen Erfolg zu finden, weder zu schnell noch zu langsam.

Die Festlegung der Abstände ergibt sich aus Erfahrungswerten, Intuition, Testen und natürlich aus der Abstimmung der Terminkalender.

Die individuellen Abstände werden am Ende jeder Einheit besprochen und bei Bedarf angepasst. Wenn zum Beispiel der Muskeltest nach einer kinesiologischen Balance zeigt, dass eine bestimmte Übung für 3 Wochen 1x/Tag notwendig für die Veränderung ist macht es wenig Sinn vorher weiterzuarbeiten.

Welche Erfahrungen oder Rückmeldungen von Klient*innen zeigen Ihnen besonders deutlich, dass eine Behandlung wirkt?

Ich verwende das Wort Behandlung nicht, damit es zu keiner Verwechslung zwischen energetischer und medizinischer Behandlung kommt (siehe Frage 3).

Zu Erfahrungen/Rückmeldungen möchte ich gerne drei Beispiele nennen:

Besonders gefreut hat mich die Rückmeldung einer von mir kinesiologisch begleiteten Klientin, dass sie die Schmerztabletten reduzieren und für einige Monate sogar absetzen konnte.

Die Erfahrung einer anderen Klientin die direkt während unserer ersten RESET® Einheit erstaunt festgestellt hat, dass das Kieferknacken weg ist. Es ist danach auch nicht wiedergekommen.

Am berührendsten war der Bericht einer Klientin, dass sie ihre Jahrzehnte alte Narbe jetzt stressfrei ansehen und sogar berühren kann.

Ich freue mich immer, wenn Menschen sichtlich angespannt die Praxis betreten und sie erleichtert und mit einem Lächeln auf den Lippen wieder verlassen.

Jede Art von Rückmeldung ist wertvoll. Die meisten erhalte ich direkt in der Praxis. Einige wenige schenken mir auch ein öffentliches Feedback.

Manche Menschen sind skeptisch gegenüber energetischen Methoden – wie gehen Sie mit solchen Vorbehalten um?

Ich nehme sie ernst. Eine gesunde Skepsis ist immer angebracht. Es ist nicht so leicht für KlientInnen sich im Bereich der Energetik mit diversen Methoden und Anbietern zurechtzufinden. Auch die Abgrenzung zur Esoterik ist manchmal fließend.

Auch ich bin skeptisch, wenn mir jemand „Wunder“ verkaufen will oder Standard X-Punkte Programme. Auch wenn „Glauben“ und gehorsames Befolgen von Regeln eingefordert oder unverhältnismäßig viel Geld verlangt wird läuten bei mir die Alarmglocken.

Über energetische Methoden könnte ich viel erzählen, aber am wichtigsten ist es seine eigenen Erfahrungen damit zu machen.

Für meine Arbeit mit Menschen reicht es vollkommen aus, wenn jemand offen für neue Lernerfahrungen ist. Ich kann nur dazu einladen es einfach mal ausprobieren und dann zu entscheiden.

Zu mir kommen hauptsächlich Menschen, die den Wert komplementärer Methoden ergänzend zur Schulmedizin schon für sich entdeckt haben. Sie nutzen ganzheitliche Verfahren um ihre Lebensqualität zu verbessern.

Über Dr. Tanja Kraushofer:

Mein Name ist Tanja Kraushofer, selbstständig als Kinesiologin in eigener Praxis. Ich bin logisch-analytisch und gleichzeitig sensibel-empathisch und arbeite am liebsten mit Einzelpersonen.

Ich achte auf Qualitätsstandards und ethische Grundregeln bei der Arbeit mit Menschen. Aus- und Weiterbildung sind mir wichtig. Meine Ausbildung zur Diplom Kinesiologin habe ich an der Wiener Schule für Kinesiologie gemacht und bin auch Mitglied des österreichischen Berufsverbands für Kinesiologie -ÖBK.

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