Als Tochter von Rudolfine Steindling rückte Susanna „Susi“ Steindling vor allem durch wertvolle Immobilienübertragungen in den öffentlichen Fokus. Über ihr Leben ist dennoch nur wenig bekannt. Im Fall der Roten Fini stellt sich bis heute die Frage, ob Susi vom verschwundenen DDR Vermögen profitierte. Belege für eine Beteiligung an den umstrittenen Geldtransfers existieren jedoch nicht.
Wer ist die Tochter von Rudolfine Steindling?

Rudolfine Steindlings einzige leibliche Tochter heißt Susanna Steindling. Im persönlichen Umfeld wurde sie Susi genannt. Ihr Vater war Adolf „Dolly“ Steindling, ein Holocaust Überlebender und späterer Generaldirektor der Wiener Central Wechsel und Creditbank.
Über Susannas Leben ist öffentlich nur wenig bekannt. Weder ihr Geburtsdatum noch ihr heutiger Wohnort oder ihre berufliche Tätigkeit sind verlässlich dokumentiert. Bekannt wurde sie vor allem durch Berichte über wertvolle Immobilien, die ihre Mutter bereits zu Lebzeiten auf sie übertragen hatte. Eine Beteiligung an den umstrittenen Geschäften der Novum GmbH ist dagegen nicht belegt.
Susanna Steindling: Was über Tochter Susi bekannt ist
Susanna „Susi“ Steindling hält sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Angaben zu ihrem Alter, Beruf und heutigen Wohnort sind nicht verlässlich dokumentiert. Ältere Berichte deuten darauf hin, dass sie zeitweise gemeinsam mit ihrer Mutter in Tel Aviv lebte. Ein persönlicher Nachruf auf Rudolfine Steindling beschreibt das enge Verhältnis zwischen Mutter und Tochter.
Öffentliches Interesse an Susi entstand vor allem durch die Übertragung wertvoller Immobilien. Bereits 1994 soll Rudolfine Steindling eine repräsentative Villa in Wien Döbling auf ihre Tochter überschrieben haben. Weitere Berichte nennen Immobilien am Wiener Kohlmarkt. Ob Susanna darüber hinaus Vermögen erhielt ist nicht bekannt. Für eine Verbindung zu den verschwundenen Geldern der Novum GmbH gibt es keine belastbaren Belege.
Rudolfine Steindling und ihre Familie
Hinter den wenigen öffentlichen Informationen über Susanna steht eine vielschichtige Familiengeschichte. Mehrere Frauen mit dem Nachnamen Steindling werden bis heute miteinander verwechselt. Für die Einordnung der Tochter von Rudolfine Steindling ist deshalb ein genauer Blick auf die familiären Verbindungen notwendig.
Adolf „Dolly“ Steindling und die gemeinsame Tochter
Rudolfine Steindling war mit Adolf „Dolly“ Steindling verheiratet. Der jüdische Holocaustüberlebende hatte während des Zweiten Weltkriegs in der französischen Résistance gekämpft und leitete später als Generaldirektor die Wiener Central Wechsel und Creditbank. In diesem beruflichen Umfeld lernte er auch Rudolfine Eckel kennen.
Aus der Ehe ging Susanna „Susi“ Steindling hervor. Sie war Rudolfines einzige leibliche Tochter und lebte älteren Berichten zufolge zeitweise mit ihrer Mutter in Tel Aviv. Nach Adolf Steindlings Tod erinnerte Rudolfine mit dem Dolly Steindling Fund an ihren Ehemann und unterstützte Einrichtungen in Israel.
Vilma, Elisabeth und Ruth Steindling
Vor seiner Beziehung mit Rudolfine war Adolf Steindling mit Vilma Steindling verheiratet. Vilma war Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Aus dieser ersten Ehe stammten die Töchter Elisabeth und Ruth Steindling.
Für Rudolfine waren Elisabeth und Ruth somit Stieftöchter. Besonders Ruth Steindling rückte durch ihre Beteiligung an der Dokumentation über die Rote Fini erneut in den öffentlichen Fokus. Als leibliche Tochter von Rudolfine wird sie dennoch häufig falsch eingeordnet. Diese Rolle kommt ausschließlich Susanna Steindling zu.
Adolf „Dolly“ Steindling: Der Vater von Susanna
Adolf „Dolly“ Steindling wurde in Wien geboren. Als jüdischer Verfolgter floh er während der Zeit des Nationalsozialismus nach Frankreich und schloss sich dort der Résistance an. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Österreich zurück und machte Karriere im Bankwesen. Ab 1974 leitete er als Generaldirektor die Wiener Central Wechsel und Creditbank.
Nach der Scheidung von seiner ersten Ehefrau Vilma heiratete Adolf Steindling Rudolfine Eckel. Aus dieser Ehe ging die gemeinsame Tochter Susanna „Susi“ Steindling hervor. Adolf Steindling starb im Alter von 65 Jahren. Seine Frau erinnerte später mit dem Dolly Steindling Fund an ihn und unterstützte damit soziale sowie kulturelle Einrichtungen in Israel.
Vilma und Ruth Steindling: Eine häufige Verwechslung
Vilma Steindling war nicht die Tochter von Rudolfine Steindling, sondern die erste Ehefrau von Adolf „Dolly“ Steindling. Als überzeugte Kommunistin und Widerstandskämpferin setzte sie sich gegen den Nationalsozialismus ein. Aus ihrer Ehe mit Adolf gingen die Töchter Elisabeth und Ruth Steindling hervor.
Ruth war somit Rudolfines Stieftochter und nicht ihre leibliche Tochter. Zusätzliche Verwirrung entstand durch ihren Auftritt als Zeitzeugin im Dokudrama über die Rote Fini. Rudolfine Steindlings einzige leibliche Tochter war Susanna „Susi“ Steindling.
Welche Vermögenswerte erhielt die Tochter von Rudolfine Steindling?

Öffentlich bekannt sind vor allem Immobilienübertragungen, die Rudolfine Steindling bereits zu Lebzeiten zugunsten ihrer Tochter veranlasste. Berichte nennen dabei folgende Vermögenswerte:
- eine repräsentative Villa in Wien Döbling, die auf Susanna Steindling überschrieben wurde
- mehrere wertvolle Immobilien am Wiener Kohlmarkt
- möglicherweise weitere private Vermögenswerte, zu denen jedoch keine verlässlichen Angaben vorliegen
Welchen Gesamtwert diese Immobilien zum Zeitpunkt der Übertragung hatten, ist nicht eindeutig belegt. Einzelne Medien bezifferten allein den Wert der Villa auf rund 15 Millionen Euro. Bei der Übertragung von Immobilien können zudem steuerliche Fragen wie die Immobilienertragssteuer eine Rolle spielen. Eine amtliche Bewertung der Immobilien liegt öffentlich jedoch nicht vor. Ebenso gibt es keine belastbaren Beweise dafür, dass Susanna Gelder aus dem Vermögen der Novum GmbH erhielt oder von den verschwundenen DDR-Millionen profitierte.
Hatte Tochter Susi mit den verschwundenen DDR Millionen zu tun?
Für eine Beteiligung von Susanna „Susi“ Steindling an der Verschiebung oder dem Verschwinden der DDR Millionen gibt es keine belastbaren Belege. Öffentlich zugängliche Gerichtsentscheidungen und Medienberichte dokumentieren vor allem die Rolle ihrer Mutter als Geschäftsführerin der Novum GmbH sowie die Geldbewegungen über verschiedene Banken. Eine aktive Mitwirkung der Tochter wurde dabei nicht nachgewiesen.
Aufmerksamkeit erregten vor allem die wertvollen Immobilien, die Rudolfine Steindling bereits zu Lebzeiten auf Susi übertragen hatte. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass diese Vermögenswerte aus den verschwundenen Geldern stammten. Ob Susanna weitere Summen erhielt oder Kenntnisse über deren Verbleib besaß ist öffentlich nicht bekannt. Behauptungen über ihre Beteiligung bleiben deshalb unbelegte Spekulation.
Die Rote Fini und der Fall der Novum GmbH
Rudolfine Steindling erhielt den Beinamen „Rote Fini“ aufgrund ihrer früheren Mitgliedschaft in der KPÖ und ihrer engen Verbindungen zum kommunistischen Wirtschaftsnetzwerk. Ab 1973 leitete sie die Novum GmbH, die Geschäfte zwischen westlichen Unternehmen und der DDR vermittelte. Dabei nahm die Gesellschaft hohe Provisionen in westlichen Währungen ein. Steindling erklärte später, sie habe die Firmenanteile treuhänderisch für die Kommunistische Partei Österreichs gehalten.
Nach der deutschen Wiedervereinigung entbrannte ein jahrelanger Rechtsstreit um das Vermögen der Novum GmbH. Gerichte kamen zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen wirtschaftlich der SED zuzurechnen war. Von Konten in Österreich und der Schweiz wurden Anfang der 1990er Jahre umgerechnet rund 128 Millionen Euro abgezogen. Ein erheblicher Teil des Geldes blieb lange verschwunden. Vergleiche und spätere Gerichtsurteile brachten Millionenbeträge zurück. Der vollständige Verbleib des Vermögens konnte jedoch nie lückenlos geklärt werden.
Fazit: Tochter von Rudolfine Steindling und ihre Rolle im Fall der Roten Fini
Als Tochter von Rudolfine Steindling geriet Susanna „Susi“ Steindling vor allem durch wertvolle Immobilienübertragungen in den öffentlichen Fokus. Über ihr Privatleben ist bis heute nur wenig bekannt. Fest steht, dass sie Rudolfines einzige leibliche Tochter war und Vermögenswerte bereits zu Lebzeiten ihrer Mutter erhielt.
Eine Beteiligung Susannas an den verschwundenen DDR Millionen oder den Geschäften der Novum GmbH ist hingegen nicht belegt. Ihre Rolle im Fall der Roten Fini beschränkt sich nach aktuellem Kenntnisstand auf die familiäre Verbindung und die dokumentierten Immobilienübertragungen. Weitergehende Behauptungen bleiben reine Spekulation.
FAQs: „Tochter von Rudolfine Steindling“
Wer spielt die Rote Fini?
Im Dokudrama „Die Rote Fini: Die verschwundenen Millionen der DDR“ wird Rudolfine Steindling von Adele Neuhauser verkörpert. Spielszenen wechseln sich mit Archivaufnahmen und Zeitzeugenberichten ab.
| Angabe | Information |
|---|---|
| Darstellerin | Adele Neuhauser |
| Rolle | Rudolfine Steindling |
| Format | Dokudrama |
| Erstausstrahlung | 2023 |
Warum trat Rudolfine Steindling aus der KPÖ aus?
Rudolfine Steindling gehörte von 1959 bis 1969 der Kommunistischen Partei Österreichs an. Medienberichten zufolge hing ihr Austritt mit der Niederschlagung des Prager Frühlings zusammen.
- Parteieintritt: 1959
- Parteiaustritt: 1969
- Auslöser: Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in Prag
- Spätere Verbindung: Tätigkeit als Treuhänderin der KPÖ
Welche wohltätigen Projekte unterstützte Rudolfine Steindling?
Während ihrer späteren Jahre in Israel trat Rudolfine Steindling als Mäzenin auf. Sie unterstützte unter anderem die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Krankenhäuser sowie soziale, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen. Zu Ehren ihres verstorbenen Ehemanns gründete sie außerdem den Dolly Steindling Fund.
Was geschah mit den zurückgeholten Novum Geldern?
Zurückgeholtes Vermögen der Novum GmbH floss nicht in den allgemeinen deutschen Bundeshaushalt. Es wurde nach den Regelungen für früheres SED Vermögen auf die ostdeutschen Bundesländer und Berlin verteilt. Rund 60 Prozent sollten Investitionen in die wirtschaftliche Infrastruktur finanzieren.


