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Manuela Adler: Mit Liebe und Klarheit zur erfüllten Partnerschaft

Schon als Kind hat Manuela Adler die Frage fasziniert, wie Menschen einander wirklich verstehen können. Ihre Leidenschaft für Kommunikation, gepaart mit einer tiefen Liebe zum Leben, führte sie Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit als Lebens- und Sozialberaterin. Besonders das Thema Partnerschaft berührte sie auf ihrem Weg – denn für sie ist eine liebevolle Verbindung das Fundament für ein erfülltes Leben.

Mit ihrer Praxis schafft sie einen geschützten Raum, in dem Menschen einander neu begegnen und echte Veränderung erleben dürfen. Ihre Arbeit verbindet Kopf und Herz – getragen von Empathie, Klarheit und echtem Interesse am Gegenüber.

Manuela Adler im Interview

manuela adler interview

Was hat Sie dazu bewegt, sich mit den Themen Leben, Liebe und Sexualität selbstständig zu machen – und wie haben Sie Ihren Weg zur eigenen Praxis gefunden?

Das Thema Partnerschaft hat mich schon lange bewegt und begleitet. Es hat mich von klein auf interessiert, wie wir Menschen funktionieren und wie wir uns gut verstehen können. Kommunikation war stets sehr faszinierend für mich, daher reizte mich damals auch die Ausbildung zur NLP-Trainerin.

Es half mir in so vielen Belangen mich und auch meine Mitmenschen besser zu verstehen. Während der Co-Trainerschaft kamen immer mehr Menschen auf mich zu, mit der Frage, ob ich mit ihnen arbeiten könne. So kam ich zur Ausbildung zur diplomierten Lebens- und Sozialberaterin.

Während der Ausbildung ging es darum, sich über seine eigenen Werte klar zu werden. Unser Lehrer gab uns die Aufgabe unsere 10 höchsten Werte zu finden und anschließend, diese genau zu erklären. Dabei wurde mir klar, dass der höchste Wert für mich die Liebe ist. Als ich anfing „Liebe“ zu erklären, da wurde vieles für mich deutlicher. Ich trage von klein auf so eine tiefe Liebe und Freude zum Leben in mir.

Die Fähigkeit in Menschen, Dingen, der Natur Schönheit zu sehen und wertzuschätzen, hat mich in meinem Leben sehr geprägt. Dafür bin ich überaus dankbar. Das ist etwas, das ich gerne teilen möchte.

Im Laufe der weiteren Ausbildung kristallisierte sich dann heraus, dass mich das Thema Partnerschaft und Sexualität am tiefsten anspricht. Ich denke, dass sehr viel Potenzial in unseren Partnerschaften liegt. Man braucht nur selber zu überlegen, wenn es mir in der Partnerschaft gut geht, das Sexualleben gut läuft und das Verständnis und die Verbindung untereinander, dann ist das restliche Leben meist einfacher.

Das Leben wird nie ohne Hürden verlaufen und manche davon sind wirklich hoch. Mein Wunsch wäre es, dass man damit gut umgehen kann. Eine gefestigte und gute Partnerschaft ist dann wie ein gutes Fundament.

Wenn Menschen zu Ihnen kommen, die vor großen Veränderungen stehen – wie begleiten Sie sie durch diesen Prozess?

Partnerschaften sind so individuell wie jeder von uns, daher kann ich das nicht einheitlich beantworten. Für ein Paar ist es wichtig, einen „neutralen“ Boden zu haben, um Dinge ansprechen zu können, für ein anderes geht es vielleicht mehr darum, tiefsitzende Emotionen zu lösen. Es kann sehr unterschiedlich sein. Ich persönlich bin ein Mensch, der gern ins Tun kommt – ich finde praktische Übungen in der Beratung sehr unterstützend – sofern es stimmig ist. Bewegung unterstützt uns dabei, Dinge leichter aussprechen zu können.

Das Wichtigste ist für mich in erster Linie, dass meine Klient:innen gut ankommen. Sie sollen sich wohl fühlen, sich gehört und gesehen fühlen und zwar beide gleichermaßen. Meine Beratung soll ein geschützter Raum sein. Hier kann man den Alltag vor der Türe lassen und sich ganz aufeinander konzentrieren.

Sie verbinden klassische Beratung mit energetischen Methoden. Wie sieht diese Kombination in der Praxis aus?

Für die Lebens- und Sozialberatung ist eine Trennung der beiden Gewerbe wichtig. Ich biete in diesem Sinne Paarberatung an und Energetik extra – dennoch bin ich ein feinfühliger Mensch, also ich spüre viel und höre auf meine Intuition. Und natürlich ist mein Herz offen, um mit anderen mitfühlen zu können. Zusätzlich unterstütze ich mit Duftölen, um ein angenehmes Klima zu schaffen.

Persönlich arbeite ich gerne mit systemischen Aufstellungsmethoden, diese kommen aus dem Bereich der Lebens- und Sozialberatung. Hierbei werden Beziehungen und Dynamiken innerhalb eines Systems (z. B. einer Familie, Partnerschaft, …) durch Personen oder andere Hilfsmittel repräsentativ dargestellt. Dies könnten Klient:innen wohl am ehesten als Brücke in den energetischen Bereich sehen. Es geht hierbei viel um Gefühl und Wahrnehmung, sich in den anderen hineinversetzen zu können oder auch zu fühlen, was nehme ich jetzt wahr? Schließlich tauchen wir in ein partnerschaftliches „Feld“ ein. Konkret kann das zum Beispiel durch Patschen erfolgen. Man schlüpft sozusagen in die Patschen des anderen hinein.

Dort, wo es um das Miteinander geht, ist der Verstand wichtig, aber nur mit dem Verstand alleine geht hier gar nichts.

In der Partnerschaft braucht es Kopf und Herz – und das, was sie verbindet, ist für mich die Kommunikation. Kommunikation ist wie das Schmieröl für den Motor. Der Bereich der Kommunikation ist sehr facettenreich, zahlreiche Werke können hier dienlich sein. Paul Watzlawick ist ein Autor, der mich sehr geprägt hat „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Oder Gary Chapman mit seinem Buch: Die 5 Sprachen der Liebe.

Manuela Adler: der erste Schritt zur gelungenen Zusammenarbeit

manuela adler nlp trainerin

Beim Kennenlernen möchten Sie „herausfinden, wo der Schuh drückt“. Wie gelingt es Ihnen, das schnell und einfühlsam zu erkennen?

Mir ist, gerade auch in diesem persönlichen Bereich, das Vertrauen zueinander und auch die Sympathie sehr wichtig. Daher gibt es bei mir immer zuerst ein kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch mit den Klient:innen im Ausmaß von ca. 30-45 Minuten. Hier frage ich nach, was sie zu mir bringt. Sie und ich können hier Fragen stellen, einfach um einander besser kennenzulernen.

Wir müssen zueinander passen, sonst macht die Arbeit miteinander nicht viel Sinn. Somit wird anschließend von beiden Seiten entschieden, ob wir miteinander arbeiten möchten. Mir ist es dann am liebsten, wenn in den nächsten Tagen erst der erste richtige Termin vereinbart wird. So können beide noch miteinander besprechen, ob es sich für alle stimmig anfühlt.

Selbstverantwortung spielt in Ihrer Arbeit eine zentrale Rolle. Wie unterstützen Sie Ihre Klient:innen dabei, ihren eigenen Weg bewusst zu gestalten?

Ohne Selbstverantwortung wäre meine Unterstützung hinfällig, weil es dann zukünftig nur mit Unterstützung gehen würde. Mein Anliegen ist es, dass das Paar in eine gute Balance, einen guten Ausgleich findet – zurück zur Freude, zur Lebenslust. Ich unterstütze Paare dabei herauszufinden, wo sie momentan stehen und manchmal auch, ob es vielleicht doch sinnvoller wäre, sich zu trennen. Tatsächlich kommen leider viele Paare erst, wenn schon viele Verletzungen passiert sind.

Doch ich glaube, die größten Krisen können auch das größte Wachstumspotenzial beinhalten!

Obwohl es immer besser wird und „normaler“, sich Unterstützung zu suchen, ist für viele Menschen immer noch so ein Hauch von „Schwachsein“ damit verbunden. Dabei kann ich hier ganz deutlich sagen: auch ich hole mir gern Unterstützung von Kolleg:innen. Einfach weil es gut tut! Ginge es nach mir, sollte es jedem von uns möglich sein, mindestens einmal die Woche eine Beratung aufzusuchen. Im Sinne der Psychohygiene wie das tägliche Zähneputzen. Das fände ich wirklich sinnvoll. Ich bin guter Dinge, dass es einmal so sein wird. Aktuell ist es in vielen Fällen natürlich einfach eine Kostenfrage.

Gab es einen besonderen Moment oder Erfolg in Ihrer Arbeit, den Sie gerne mit uns teilen möchten?

Da gibt es einige; es ist einfach wirklich schön, Menschen begleiten zu dürfen! Jede Beratung beeinflusst und bereichert auch mein Leben und Wirken. Ein Paar, das vor längerer Zeit bei mir war, traf ich neulich wieder. Freudig erzählten sie mir, dass sie zusammengezogen sind und es ihnen wunderbar geht. Das lässt mein Herz höher schlagen.

Das Schöne ist, dass manche Paare immer wieder kommen, einfach um gut auf sich zu schauen. Das ist für mich das größte Lob. Und natürlich sind Weiterempfehlungen für mich eine große Anerkennung. Meine Vision ist eine friedlichere Welt – und diese fängt in uns an und einem liebevollen Miteinander. Ich bin überzeugt: Liebe ist, was wir daraus machen.

Über Manuela Adler:

Ich bin 43 Jahre alt, lebe und arbeite in Wien – meine Familie und Freunde sind ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Ich liebe es, kreativ zu sein – auf sehr vielfältige Art und Weise. Zum Beispiel male ich auch gerne.

Ich glaube, Dinge zu tun, die einem Freude bereiten, und Dankbarkeit zu kultivieren, beeinflusst maßgeblich unser Lebensglück.

Sag niemals nie – aus „Feivel der Mauswanderer“, begleitet mich, seit ich es in der zweiten Volksschulklasse gehört habe 🙂 ansonsten gibt es wirklich viele tolle Zitate.

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